Europa braucht die USA, sagt Nato-Generalsekretär Rutte
- • Mark Rutte betonte die Notwendigkeit der US-Präsenz für Europas Sicherheit bei Gesprächen mit EU-Gesetzgebern.
- • Rutte erklärte, Europa müsse die Verteidigungsausgaben drastisch erhöhen, wenn es sich ohne die USA schützen wolle.
- • Trilaterale Gespräche zwischen Ukraine, USA und Russland wurden geführt, ungelöste politische Fragen bestehen jedoch weiter.
"Die Abhängigkeit Europas von der US-Verteidigung bleibt zentral für die zukünftige Sicherheitspolitik."
USA setzen neue Prioritäten in Verteidigungsstrategie
- • Die neue Verteidigungsstrategie der USA priorisiert die Sicherheit des eigenen Heimatlandes und der westlichen Hemisphäre über Europa.
- • Die NATO-Verbündeten in Europa sollen die konventionelle Verteidigung eigenständig übernehmen mit begrenzter Unterstützung der USA.
- • Die USA fordern eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben der NATO-Mitglieder auf 3,5 % des BIP plus zusätzliche 1,5 % für verteidigungsrelevante Ausgaben.
"Die Verteidigungsstrategie signalisiert eine verstärkte Fokussierung der USA auf nationale Interessen und regionale Sicherheitsprioritäten. Europa muss verstärkt eigenständig handeln, während die USA weiterhin wichtige Allianzen pflegen, aber mit einer angepassten Unterstützung."
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Empörung über Trumps NATO-Äußerungen zu Afghanistan
- • US-Präsident Trump äußerte Zweifel an der Rolle der NATO-Soldaten im Afghanistan-Einsatz.
- • Premierminister Keir Starmer nannte Trumps Kommentare beleidigend und entsetzlich.
- • 457 britische Soldaten verloren ihr Leben im Afghanistan-Konflikt.
"Die Beziehungen zwischen den USA und ihren NATO-Verbündeten könnten unter diesen Spannungen weiter leiden."
Merz warnt vor Ära der Großmächte und betont Stärkung der NATO
- • Kanzler Merz betont eine neue Ära der Großmächte, hervorgerufen durch geopolitische Veränderungen, insbesondere den Ukraine-Krieg und Chinas Aufstieg.
- • Deutschland will eine Schlüsselrolle beim Schutz einer regelbasierten Weltordnung spielen und die transatlantische Partnerschaft stärken.
- • Die NATO soll als stärkstes Bündnis bestehen bleiben, insbesondere zur Sicherung des hohen Nordens.
"Deutschland werde weiterhin mit Nachdruck daran arbeiten, die strategische Partnerschaft mit den USA zu bewahren und die Verteidigungsfähigkeiten Europas auszubauen. Neue Entwicklungen im Grönland-Konflikt deuten auf eine konsolidierte transatlantische Antwort hin."
Entspannung an den Märkten durch Trumps Verzicht auf Strafzölle
- • US-Präsident Donald Trump verzichtet auf die Einführung neuer Strafzölle gegen europäische Länder, darunter Deutschland.
- • Eine Rahmenvereinbarung zwischen Trump und NATO-Generalsekretär Mark Rutte zielt auf eine Entschärfung von Konflikten um Grönland ab.
- • Volkswagen verzeichnete 2025 einen Netto-Cashflow im Automobilbereich von sechs Milliarden Euro.
"Obwohl die Märkte aktuell stabil erscheinen, bleibt Trumps unvorhersehbare Politik ein Risiko. Die deutsche Autobranche muss weiterhin profitabler werden, um langfristig Wettbewerbsfähig zu bleiben."
Grönland-Streit: Trumps Zollpläne spalten Republikaner – EU prüft Gegenzölle und „Handels-Bazooka“
- • US-Präsident Donald Trump kündigte im Grönland-Streit Strafzölle gegen acht europäische NATO-Staaten an, die Dänemark unterstützen; ab 1. Februar sollen 10% gelten, ab 1. Juni könnten sie auf 25% steigen (tagesschau.de).
- • Trump begründet die Grönland-Politik mit nationaler Sicherheit; zuvor hatte er im Weißen Haus angedeutet, Länder bei fehlender Unterstützung in der Grönland-Frage mit Zöllen „bestrafen“ zu wollen (tagesschau.de).
- • Aus den Reihen der Republikaner kommt scharfe Kritik: Don Bacon nannte die Drohungen gegen Verbündete „unmoralisch“ und warnte, eine Invasion Grönlands könne Trumps Präsidentschaft politisch beenden (tagesschau.de/CNN).
"Die Lage dürfte sich kurzfristig zuspitzen: Am Donnerstag wird beim EU-Sondergipfel eine Linie zu Gegenzöllen und/oder dem Anti-Coercion Instrument erwartet. Parallel könnte ein Urteil des Supreme Court Trumps Spielraum bei Zöllen über Notstandsbefugnisse deutlich einschränken oder bestätigen. Diplomatisch richtet sich der Blick zudem auf Davos (Treffen Trump–Rutte), während in der EU auch neue Instrumente wie eine Digitalabgabe als Druckmittel an Gewicht gewinnen."
Grönland-Streit: EU berät über Antwort auf Trumps Zollandrohung – Wadephul zweifelt an EU‑US‑Handelsabkommen
- • US-Präsident Donald Trump kündigte zusätzliche Strafzölle von zehn Prozent auf Importe aus acht europäischen Ländern (Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Norwegen, Schweden, Großbritannien) an; sie sollen ab dem 1. Februar gelten und wurden mit dem Grönland-Konflikt begründet.
- • Die Botschafter aller 27 EU-Mitgliedstaaten kommen in Brüssel zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, um eine gemeinsame Antwort zu beraten.
- • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa warnten, Zölle könnten die transatlantischen Beziehungen untergraben und eine „gefährliche Abwärtsspirale“ auslösen.
"Kurzfristig dürfte die EU in Brüssel eine gemeinsame Linie und mögliche Gegenmaßnahmen vorbereiten. Gleichzeitig wächst der politische Druck auf das geplante EU‑US‑Handelsabkommen: Nach Wadephuls Einschätzung sinken die Chancen auf eine Ratifizierung deutlich, solange Washington die Zölle als Druckmittel im Grönland-Streit einsetzt. In den USA könnte ein parteiübergreifender Vorstoß im Kongress die Umsetzung der Zölle zwar bremsen, ein Kurswechsel Trumps ist jedoch vorerst nicht absehbar."
Proteste gegen Trumps Grönland-Pläne: EU warnt vor Zollspirale, Trump kündigt Strafzölle an
- • In Kopenhagen demonstrierten Tausende Menschen vor dem Rathaus gegen Donald Trumps erneuerte Besitz- und Übernahmeansprüche auf Grönland; sie schwenkten dänische und grönländische Fahnen und riefen „Kalaallit Nunaat!“. (tagesschau, 17.01.2026)
- • Weitere Proteste fanden auch in anderen dänischen Städten sowie in Nuuk statt, u. a. unter den Mottos „Grönland gehört den Grönländern“ und „Hände weg von Grönland“. (tagesschau, 17.01.2026)
- • Die Proteste wurden u. a. vom Verband Uagut (Grönländer in Dänemark) in Zusammenarbeit mit der NGO ActionAid Denmark organisiert; Uagut spricht von einer gemeinsamen Botschaft für Respekt vor Grönlands Demokratie und grundlegenden Menschenrechten. (tagesschau, 17.01.2026)
"Die Lage eskaliert politisch, weil Trump seine Grönland-Forderungen nun explizit mit gestaffelten Strafzöllen gegenüber mehreren europäischen Staaten verknüpft. Die EU kündigt eine koordinierte Reaktion an und betont Souveränität und Bündnissolidarität. Parallel dürfte die europäische Militärplanung in Grönland (Übungen über 2026 hinaus möglich) weiter voranschreiten – was den transatlantischen Konflikt um Arktis-Sicherheit und Grönlands Status zusätzlich befeuern könnte."
Trump droht im Grönland-Streit mit Zöllen – Bundeswehr prüft Übungen in der Arktis
- • US-Präsident Donald Trump drohte Ländern, die seine Übernahmepläne für Grönland ablehnen, mit neuen Zöllen und begründet den Anspruch mit US-Sicherheitsinteressen.
- • Dänemark, Grönland (Nuuk) und europäische Verbündete weisen eine US-Übernahme der Arktisinsel kategorisch zurück; der Konflikt belastet das NATO-Bündnis.
- • Eine von Dänemark geführte militärische Erkundungsmission mehrerer NATO-Staaten hat begonnen; auch ein 15-köpfiges Erkundungsteam der Bundeswehr ist in Nuuk eingetroffen.
"Sollte Trump die Zolldrohung umsetzen, dürfte der Streit um Grönland nicht nur die Sicherheitslage in der Arktis, sondern auch den inneren Zusammenhalt der NATO weiter verschärfen."
Krisengespräch bringt nur Arbeitsgruppe — Europa verstärkt symbolisch Präsenz in Grönland
- • Das Krisentreffen in Washington zwischen Dänemark, Grönland und den USA brachte keine Einigung; vereinbart wurde lediglich die Einrichtung einer hochrangigen Arbeitsgruppe zur weiteren Beratung über die Zukunft Grönlands.
- • Dänemark und Grönland lehnen eine Übernahme oder einen Verkauf an die USA ab; US‑Präsident Donald Trump beharrt dennoch auf seinen Anspruchsbekundungen und schliesst eine gewaltsame Option nicht kategorisch aus.
- • Mehrere europäische NATO‑Partner entsenden unter dänischer Leitung Erkundungseinheiten nach Grönland (teils als 'Operation Arctic Endurance' bezeichnet). Beteiligte Staaten sind Frankreich, Deutschland, Schweden, Norwegen, das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Finnland (Finnland schickt Liaison‑Offiziere).
"Kurzfristig ist mit einer Fortsetzung der Erkundungs‑ und Übungseinsätze sowie intensiven diplomatischen Gesprächen innerhalb der neu eingerichteten Arbeitsgruppe zu rechnen. Die europäische Präsenz in der Arktis dürfte symbolisch verstärkt und punktuell ausgeweitet werden, um Trumps Forderungen zu begegnen und transatlantische Unsicherheiten zu dämpfen. Ein militärisches Eingreifen der USA gilt nach Einschätzung mehrerer NATO‑Vertreter als unwahrscheinlich, bleibt aber ein strategisches Risiko: eine Zwangsaktion gegen ein NATO‑Mitglied würde das Bündnis in eine schwerwiegende Krise stürzen. Innenpolitische Debatten und Proteste in Dänemark und Grönland werden weiterhin die Entscheidungen begleiten."
Dänemark und Grönland wehren sich gegen Trumps Übernahmepläne
- • Der dänische Außenminister Rasmussen und die grönländische Ministerin Motzfeldt reisten nach Washington, um zu betonen, dass Grönland nicht zum Verkauf steht.
- • US-Präsident Trump hat gefordert, dass die NATO den Weg für eine US-Übernahme Grönlands ebnen soll.
- • Der dänische Premierminister Mette Frederiksen verurteilte jegliche gewaltsame Veränderung von Grenzen.
"Die Spannungen zwischen den USA und Dänemark bleiben hoch, jedoch könnte das Treffen in Washington den Dialog verbessern. Dänemark und Grönland haben klargestellt, dass eine Übernahme Grönlands nicht akzeptiert wird, und mehrere NATO-Staaten erwägen, ihre Präsenz in der Arktis zu verstärken. Die internationale Gemeinschaft unterstützt Dänemark in seinen Bemühungen, die territoriale Integrität zu bewahren."
Wadephuls Besuch in Washington zeigt Spannungen in der deutsch-amerikanischen Partnerschaft
- • Außenminister Johann Wadephul reiste nach Washington, um die deutsch-amerikanische Partnerschaft zu stärken.
- • Das Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio war überraschend lang, aber es gab keine gemeinsame Pressekonferenz.
- • Wadephul sprach sich für härtere Sanktionen gegen den Iran aus und betonte die Notwendigkeit internationaler Solidarität.
"Die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA sind angespannt, und es bleibt unklar, wie viel Einfluss Wadephuls Besuch tatsächlich haben wird. Der Fokus auf gemeinsame Interessen und die Suche nach Verlässlichkeit in der Partnerschaft bleiben bestehen, jedoch ohne greifbare Ergebnisse. Die deutsche Position zu US-Militäreinsätzen in sowohl Iran als auch Grönland bleibt unklar, und es scheinen keine sofortigen Änderungen in der US-Politik vorgesehen zu sein."
Kontroversen um Grönland: USA streben Souveränität an
- • US-Präsident Trump betont, dass die USA Grönland 'besitzen' müssen, um eine russische und chinesische Präsenz zu verhindern.
- • Trump erklärte, dass das Land Grönland entweder 'auf die einfache Art' oder 'auf die harte Art' übernehmen werde.
- • Die USA ziehen in Betracht, das halbautonome Territorium von Dänemark zu kaufen, schließen aber eine mögliche Annexion mit Gewalt nicht aus.
"Die diplomatischen Spannungen zwischen den USA und Dänemark hinsichtlich der Frage von Grönlands Zukunft verschärfen sich weiter. Die aggressive Rhetorik von Präsident Trump erhöht die Wahrscheinlichkeit eines transatlantischen Konflikts."