Ärmelkanal-Zwischenfall: Britische Segler widersprechen russischer Darstellung nach Warnschüssen
Wichtige Fakten
- • Russische Fregatte feuerte Warnschüsse vor britischer Jacht ab.
- • Segler Jane Kelvey: 'Wir hatten Vorfahrt, wir waren nicht auf Kollisionskurs'.
- • Premierminister Starmer nannte Aktion 'rücksichtslos', aber wohl keine Feindseligkeit.
- • Ehemaliger Verteidigungsminister Wallace sieht Zeichen russischer Verzweiflung.
- • Vorfall ereignete sich kurz nach Beschlagnahme eines russischen Tankers durch Briten.
Vorfall im Ärmelkanal
Ein russisches Kriegsschiff hat im Ärmelkanal Warnschüsse in Richtung einer britischen Jacht abgegeben, um eine Kollision zu verhindern. Die Fregatte 'Admiral Grigorowitsch' gab die Schüsse südlich der Isle of Wight außerhalb britischer Hoheitsgewässer bei dichtem Nebel ab. Verletzt wurde nach Angaben des britischen und russischen Verteidigungsministeriums niemand.
Reaktionen der Segler und Politiker
Die Jachtbesitzer Jane und Alan Kelvey widersprachen der russischen Darstellung eines Kollisionskurses deutlich. Sie berichteten, dass die russische Fregatte sie nicht per Funk kontaktiert habe und sie bereits nach fünf Signaltönen ihren Kurs geändert hätten. 'Wir hatten Vorfahrt', sagte Jane Kelvey der BBC, zeigte sich aber besorgt über eine Eskalation: 'Wir wollen nicht den Dritten Weltkrieg auslösen.' Premiersprecher Starmer bezeichnete die Aktion als 'tief besorgniserregend und rücksichtslos', betonte jedoch, das Verteidigungsministerium sehe keine feindliche Aktion. Der Ex-Verteidigungsminister Ben Wallace interpretierte die Warnschüsse als Zeichen russischer Verzweiflung.
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