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International 16.06.2026, 17:40 Aktualisiert: 16.06.2026, 23:06

Russisches Kriegsschiff feuert Warnschüsse auf britisches Segelboot im Ärmelkanal

Russische Fregatte Admiral Grigorowitsch feuert Warnschüsse auf britische Jacht Bright Future.

Wichtige Fakten

  • Russische Fregatte Admiral Grigorowitsch feuert Warnschüsse auf britische Jacht Bright Future.
  • Vorfall ereignete sich am 16. Juni etwa 37 km südlich der Isle of Wight.
  • Jacht mit dem Rentnerpaar Jane und Alan Kelvey an Bord; keine Verletzten.
  • Britische Marine bestätigt Vorfall, spricht von isoliertem Ereignis.
  • Ehemaliger Admiral hält Fehleinschätzung für wahrscheinlicher als bewusste Provokation.

Zwischenfall im Ärmelkanal am 16. Juni

Ein russisches Kriegsschiff, die Fregatte Admiral Grigorowitsch, hat am Dienstag im Ärmelkanal Warnschüsse in Richtung einer britischen Jacht abgegeben. Der Vorfall ereignete sich rund 37 Kilometer südlich der Isle of Wight, außerhalb britischer Hoheitsgewässer. Nach Angaben des britischen und russischen Verteidigungsministeriums sollte eine Kollision verhindert werden. Die Besitzer der Jacht Bright Future, das britische Ehepaar Jane und Alan Kelvey, beschrieben die Situation als "surreal" und betonten, sie seien nicht auf Kollisionskurs gewesen. Das russische Ministerium hingegen erklärte, die Jacht habe sich auf einem "gefährlichen Kurs" genähert, und die Besatzung habe nach vergeblichen Funkkontaktversuchen und Leuchtraketen zur Waffe gegriffen.

Reaktionen und Einschätzungen

Die britische Marine, vertreten durch die HMS Mersey und HMS Tyne, beobachtete den Vorfall und überprüfte das Wohlergehen der Segler. Das Verteidigungsministerium sprach von einer "isolierten" Aktion ohne direkten Zusammenhang mit der Festsetzung eines russischen Schattentankers am Sonntag. Die Abstände zwischen den Schiffen werden unterschiedlich angegeben: Russland nannte 150 Meter, die Segler 450-500 Meter. Ein ehemaliger hoher Marineoffizier, Rear Admiral James Parkin, kommentierte, es handele sich wahrscheinlich um eine Fehleinschätzung statt einer bewussten Provokation. Er wies jedoch darauf hin, dass die Beschlagnahmung des Tankers eine "große Peinlichkeit" für Moskau darstelle.

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