Russische Fregatte führt Schießübung nahe Plymouth durch
Wichtige Fakten
- • Russische Fregatte Neustrashimy feuerte 45 Meilen südlich von Plymouth.
- • Verteidigungsminister Wes Streeting nannte die Übung 'performativ und verantwortungslos'.
- • Ein französisches Militärflugzeug kontaktierte die Fregatte auf Englisch.
- • Die HMS Tyne zog sich auf sicherere Distanz zurück.
- • Spannungen zwischen GB und Russland sind nach Tankerbeschlagnahme gestiegen.
Hintergrund und Verlauf
Am Montag führte die russische Fregatte Neustrashimy eine seltene Live-Feuer-Übung in internationalen Gewässern 46 Meilen südlich von Plymouth durch. Das Schiff kündigte plötzlich an, seine Geschütze abzufeuern, woraufhin das begleitende britische Patrouillenschiff HMS Tyne auf Abstand ging. Die 30-minütige Schießübung begann gegen 9:30 Uhr. Ein französisches Militärflugzeug flog ebenfalls aus und kontaktierte die Fregatte auf Englisch, um ihre Absichten zu klären.
Reaktionen und Kontext
Der neu ernannte Verteidigungsminister Wes Streeting nannte die Übung 'performativ und verantwortungslos' und betonte die Entschlossenheit der Regierung. Die Übung fand am Tag der Ernennung von Andy Burnham zum Premierminister statt. Die Royal Navy überwachte die gesamte Übung und verfolgt das Schiff weiterhin genau. Letzten Monat war ein russisches Schiff in einen Vorfall mit einer britischen Yacht im Ärmelkanal verwickelt, und die Spannungen sind nach der Beschlagnahme eines russlandnahen Öltankers gestiegen.
Strategische Bedeutung
Solche Übungen sind selten und werden normalerweise mit Vorankündigung durchgeführt, sind jedoch legal, solange Sicherheitswarnungen ausgesprochen werden. Die 130 Meter lange Fregatte ist mit Anti-Schiffs-Raketen und einer 100-mm-Kanone bewaffnet. Die zunehmende russische Marineaktivität in britischen Gewässern wird als Versuch gewertet, psychologischen Druck auszuüben und britische Marine-Ressourcen zu binden.
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