Ryanair-Gewinn bricht wegen Nahostkonflikt und hohen Treibstoffkosten ein
Wichtige Fakten
- • Gewinn vor Steuern fiel um 34% auf 593 Mio. Euro.
- • Kerosinpreise stiegen nach US-Angriffen im Februar auf über 90 Dollar pro Barrel.
- • Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus kam zum Erliegen.
- • Billigflieger senkte Ticketpreise, um Nachfrage anzukurbeln.
- • Ganzjahresergebnis laut Ryanair stark von externen Faktoren abhängig.
Gewinneinbruch bei Ryanair
Ryanair hat im zweiten Quartal 2024 einen Gewinneinbruch von 34 % verzeichnet. Der Gewinn vor Steuern sank auf 593 Millionen Euro, während die Umsätze stagnierten. Grund hierfür sind steigende Kerosinkosten infolge des Nahostkonflikts sowie eine verhaltene Nachfrage bei Flugreisen. Der Kerosinpreis stieg auf über 90 US-Dollar pro Barrel, nachdem die USA und Israel im Februar Angriffe auf den Iran gestartet hatten. Zudem kam der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zum Erliegen, was die Ölpreise weiter antreibt.
Fahrpreise fallen
Die Fluggesellschaft senkt derzeit die Eintrittspreise, um die Nachfrage anzuregen. Das Management erwartet, dass die Sommerflugpreise leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Ryanair meldete, dass die Passagierzahlen um 6% auf 6,1 Millionen stiegen, jedoch fielen die Ticketpreise um 6%. Flüge der stark nachgefragten Mittelmeerstrecken waren nach Angaben des Finanzchefs gut gebucht.
Warnung vor Unsicherheit
Cashflow-Experten warnen, dass sich die Situation weiter zuspitzen könnte. Ein provisorischer Waffenstillstand brachte zwischenzeitlich Entspannung, doch die gescheiterten Verhandlungen ließen die Ölpreise erneut steigen. Der langfristige Ausblick bleibt pessimistisch: Wirtschaftsexperten warnen vor einem möglichen Preis von 150 Dollar pro Barrel. Ryanair betonte, dass der Jahresultat stark von äußeren Faktoren wie Eskalation im Nahen Osten und der Ukraine sowie ungedeckten Treibstoffkosten abhänge.
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