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Gesellschaft 10.02.2026, 11:30 Aktualisiert: 10.02.2026, 18:13

Safer Internet Day: Risiken im Netz und der Schutz von Kindern und Jugendlichen

Der Safer Internet Day 2026 steht unter dem Motto 'KI and me - in künstlicher Beziehung'.

Wichtige Fakten

  • Der Safer Internet Day 2026 steht unter dem Motto 'KI and me - in künstlicher Beziehung'.
  • Online-Betrug verursachte 2025 in Deutschland Schäden von etwa 202 Milliarden Euro.
  • Eine Expertenkommission der Bundesregierung erarbeitet Empfehlungen zum Kinder- und Jugendschutz.
  • KI-basierte Betrugsversuche wie Phishing werden für Nutzer zunehmend schwer erkennbar.
  • Die EU-Kommission wirft TikTok vor, mit Algorithmen Suchtverhalten zu fördern.

Risiken und Initiativen zum Safer Internet Day

Am Safer Internet Day 2026 steht das Thema Künstliche Intelligenz im Fokus, insbesondere deren Rolle bei Online-Betrug und emotionalen Abhängigkeiten. Claudia Plattner, Präsidentin des BSI, warnt davor, dass KI es Betrügern erleichtert, Nutzer zu täuschen, etwa durch personalisierte Phishing-Angriffe. Laut Bitkom beliefen sich die finanziellen Schäden durch Cyberkriminalität in Deutschland im Vorjahr auf rund 202 Milliarden Euro. Experten raten zu regelmäßigen Updates und Passkeys als Schutzmaßnahmen.

Jugendschutz und politische Debatten

Eine von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission unter Leitung von Olaf Köller arbeitet an Empfehlungen zum Kinder- und Jugendschutz im digitalen Raum, die im Sommer 2026 vorgelegt werden sollen. Schwerpunkte sind wahrscheinlich Altersbegrenzungen für soziale Medien und deren Durchsetzung. International diskutieren Länder wie Australien und europäische Staaten über strengere Altersverifikationen, während in Deutschland die Regierungsparteien noch keine klare Position bezogen haben.

Bildung und gesetzliche Maßnahmen

Die Kommission betont, dass Schutzmaßnahmen nicht nur Verbote umfassen, sondern auch die Stärkung von Medienkompetenz in Schulen, etwa durch Integration in verschiedene Fächer. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig plant gesetzliche Nachschärfungen, um Strafbarkeitslücken bei pornografischen Deepfakes zu schließen, mit einem Gesetzentwurf für Frühling 2026. Netzaktivist Markus Beckedahl fordert staatliche Leitplanken, um Verbraucher vor risikoreichen Geschäftsmodellen zu schützen.

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