Sammelklage gegen E.ON: Fernwärmepreise vor Gericht
Wichtige Fakten
- • vzbv klagt gegen E.ON wegen Preisformeln bei Fernwärme.
- • Preise sollen um mehrere Hundert Prozent gestiegen sein.
- • E.ON weist Vorwürfe zurück, beruft sich auf Marktentwicklungen.
- • Für Haushalte entstanden Mehrkosten von bis zu Tausend Euro.
Hintergrund der Klage
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat gegen die E.ON Energy Solutions GmbH eine Sammelklage eingereicht. Am Oberlandesgericht Hamm beginnt die mündliche Verhandlung. Gegenstand sind Preisänderungsformeln, die nach Ansicht der Verbraucherschützer nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
Vorwürfe und Reaktion
Die Formeln seien zu stark an den Erdgaspreis gekoppelt, obwohl Wärme auch aus anderen Quellen stammt. In einigen Fällen stiegen die Arbeitspreise um mehrere Hundert Prozent. E.ON weist die Vorwürfe zurück und verweist auf gesetzliche Vorgaben und die Energiekrise nach dem Ukraine-Krieg.
Bedeutung für Verbraucher
Fernwärme ist ein lokales Monopol ohne Wechselmöglichkeit. Daher kommt den gesetzlichen Regeln besondere Bedeutung zu. Die Sammelklage ermöglicht betroffenen Haushalten, zu viel gezahlte Beträge zurückzufordern, wenn das Gericht die Erhöhungen für unrechtmäßig erklärt.
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