UK-Wettbewerbshüter mahnt Tankstellen zu fairen Preisen
Wichtige Fakten
- • 1.166 Abmahnungen seit April an Tankstellen verschickt.
- • 97% der Tankstellen bei Fuel Finder registriert.
- • Keine Beweise für Profitmacherei durch Irankrieg.
- • Herbst: Detaillierte Prüfung des Tankstellenmarkts geplant.
- • RAC: Nordirland 8 Pence billiger pro Liter.
Problematische Preispolitik
Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat in ihrem neuesten Quartalsbericht erneut beklagt, dass viele Tankstellen Preisänderungen bei den Großhandelspreisen zu langsam an die Verbraucher weitergeben. Insbesondere zwischen Mai und Juni wurden Senkungen bei Dieselpreisen nicht umgehend weitergegeben. Diese 'passiven Preisstrategien' hielten die Margen auf einem historisch hohen Niveau, während Autofahrer unter den Kraftstoffkosten leiden.
Maßnahmen und Registrierung
Seit April wurden 1.166 Abmahnungen an Tankstellen verschickt, die sich nicht beim staatlichen Preisvergleichsportal Fuel Finder registriert hatten. Die Registrierungsquote liegt inzwischen bei 97 Prozent, was etwa 99 Prozent des verkauften Kraftstoffs entspricht. Bislang wurden keine Bußgelder verhängt. Die Behörde betonte, keine Anhaltspunkte für Kriegsprofitmacherei zu haben.
Reaktionen und Ausblick
Die Automobilclubs AA und RAC zeigten sich besorgt über die hohen Margen und forderten die Behörde auf, auch regionale Unterschiede zu prüfen. So seien die Preise in Nordirland acht Pence pro Liter günstiger als im Rest des Landes. Im Herbst will die CMA eine detaillierte Prüfung des Tankstellenmarkts vornehmen, um faire Preise sicherzustellen.
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