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Neue Widersprüche im Wirecard-Skandal: Verstrickungen von Bernd Schmidbauer
Bernd Schmidbauer, Ex-Geheimdienstkoordinator, steht im Verdacht, im Wirecard-Skandal falsche Angaben gemacht zu haben, insbesondere im Hinblick auf seine Treffen mit Jan Marsalek.
Wichtige Fakten
- • Bernd Schmidbauer, Ex-Geheimdienstkoordinator, steht im Verdacht, im Wirecard-Skandal falsche Angaben gemacht zu haben, insbesondere im Hinblick auf seine Treffen mit Jan Marsalek.
- • Bernd Schmidbauer soll im April 2021 vor dem Wirecard-Untersuchungsausschuss des Bundestages eine Falschaussage gemacht haben.
- • Neue Ermittlungsakten aus Österreich legen nahe, dass Schmidbauer in seinen Aussagen vor den österreichischen Ermittlern und dem deutschen Bundestags-Untersuchungsausschuss widersprüchliche Angaben gemacht hat.
- • Es gibt Widersprüche bezüglich der Dauer und Anzahl der Treffen zwischen Schmidbauer und Marsalek.
- • Michael H., ein enger Vertrauter von Schmidbauer, soll entgegen früheren Aussagen bei einem der Treffen mit Marsalek anwesend gewesen sein.
- • Egisto Ott, ein ehemaliger Polizist, wird beschuldigt, Informationen an den russischen Geheimdienst FSB weitergegeben und Marsalek unterstützt zu haben.
- • Die Verwicklung deutscher Sicherheitsbehörden und deren Nachlässigkeit in Bezug auf Marsaleks Aktivitäten in Deutschland werden weiterhin kritisiert.
Neue Erkenntnisse im Wirecard-Skandal werfen ein Schlaglicht auf die Rolle von Bernd Schmidbauer, dem ehemaligen Geheimdienstkoordinator. Recherchen des ARD-Politikmagazins Kontraste legen nahe, dass Schmidbauer vor dem Bundestags-Untersuchungsausschuss möglicherweise die Unwahrheit gesagt hat. Laut österreichischen Ermittlungsakten gab es mehrere Treffen mit Jan Marsalek, die Schmidbauer nicht vollständig offengelegt hat. Die Dauer eines kritischen Treffens wurde von Schmidbauer als kürzer dargestellt, als es tatsächlich war. Zudem enthüllten die Quellen, dass Michael H., ein langjähriger Vertrauter von Schmidbauer, bei einem dieser Treffen anwesend war, obwohl dies vor dem Ausschuss verneint wurde. Diese Widersprüche werfen Fragen zur Glaubwürdigkeit Schmidbauers auf und führen zu Kritik an der Untätigkeit deutscher Sicherheitsbehörden hinsichtlich Marsaleks Aktivitäten. Zeitgleich beginnt in Österreich ein offiziell bedeutsamer Prozess gegen Egisto Ott, einem potenziellen russischen Spion, der Marsalek unterstützt haben soll.
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