Schmuggel an Lettlands Ostgrenze: EU-Sanktionen gegen Russland umgangen
Wichtige Fakten
- • 20 EU-Sanktionspakete gegen Russland beschlossen.
- • Pro Woche zwei versuchte Umgehungen entdeckt.
- • Beschlagnahmte Waren in Lagerhallen, teils verkauft.
- • Zusammenarbeit mit russischen Behörden eingefroren.
- • Lettland sieht Sanktionen als Überlebensfrage.
Lettland als Vorposten: EU-Sanktionen an der Grenze zu Russland
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs hat die EU 20 Sanktionspakete verabschiedet. An Lettlands Ostgrenze, wie am Übergang Terehova, kontrollieren Zöllner jede Fracht genau. Dazu gehören Alkohol, der als Luxusgut eingestuft werden kann, sowie andere Waren. Im Schnitt werden zwei Fälle pro Woche aufgedeckt, bei denen Sanktionen umgangen werden sollen – von versteckter Munition in Werkzeugkisten bis zu angeblichen Lieferungen nach Kasachstan oder Usbekistan, die tatsächlich in Russland bleiben.
Wachsende Liste und komplizierte Regeln
Die Liste sanktionierter Produkte wird stetig länger, von Düngemitteln bis hin zu Second-Hand-Kleidung. In Lagerhallen stapeln sich Motoröl, Teppiche und teurer Wein. Bis Mai 2026 hat Lettland durch Verkäufe beschlagnahmter Güter über drei Millionen Euro eingenommen. Die Zusammenarbeit mit russischen Behörden bleibt eingefroren.
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