Schüsse vor Kölner Café: Polizei fahndet, Zeugen berichten von dramatischen Szenen
Wichtige Fakten
- • Mehrere Schüsse vor Café in Kölner Südstadt, keine Verletzten.
- • Zeugin beschreibt Maskierten mit pizzicato-Schüssen, Flucht zum Zugweg.
- • Oberstaatsanwalt Bremer: elf Schussabgaben seit Mai im Großraum Köln.
- • Einsatzkräfte sichern Patronenhülsen, Bonner Straße gesperrt.
Schüsse am Morgen
Am Montagmorgen sind in der Kölner Südstadt vor einem Café auf der Bonner Straße mehrere Schüsse gefallen. Die Polizei wurde gegen 7:30 Uhr alarmiert und rückte mit einem Großeinsatz an. Einsatzkräfte sicherten Patronenhülsen und stellten Einschusslöcher in der Fensterscheibe des Cafés fest. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Zeugin Alexandra Schog, Mitarbeiterin einer nahen Bäckerei, schilderte gegenüber der Tagesschau: "Der Typ ist auf der anderen Straßenseite entlang gelaufen, hat herumgeschossen und wir sind nur hinter der Theke in Deckung gegangen."
Ermittlungen und Hintergründe
Der Täter flüchtete zu Fuß in Richtung Zugweg. Die Polizei fahndet nach einem männlichen Tatverdächtigen. Ein Polizeisprecher betonte, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe, riet jedoch, den Verdächtigen nicht anzusprechen und die 110 zu wählen. Ein möglicher Zusammenhang mit anderen Taten oder mit organisierter Kriminalität wird geprüft. Der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer sprach von einer "Art neuem Muster" und betonte das hohe Gefahrenpotential solcher Taten am helllichten Tag. Seit Mai habe die Staatsanwaltschaft bereits elf Schussabgaben im Großraum Köln registriert.
Sperrungen und weiteres Vorgehen
Wegen des Großeinsatzes war die Bonner Straße zeitweise gesperrt, inzwischen ist sie wieder freigegeben. Die Polizei hofft auf weitere Zeugen, die Hinweise zur Identität oder zum Verbleib des Täters geben können. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
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