Schweiz: Ermittlungen nach Brandkatastrophe in Crans-Montana bringen neue Fragen
Wichtige Fakten
- • 41 Tote und 115 Verletzte bei Bar-Brand in Crans-Montana.
- • Betreiber Moretti widersprechen sich bei Befragung.
- • Keine Brandschutzkontrollen in der Bar seit Jahren.
Brandkatastrophe fordert Aufklärung
Fünf Monate nach der Silvesterbrandkatastrophe in der Schweizer Skistation Crans-Montana mit 41 Toten und 115 Verletzten begann die monatelang erwartete Konfrontationsvernehmung des Betreiberpaars Jacques und Jessica Moretti. Hinter verschlossenen Türen werden die verzweifelten Angehörigen auf Antworten hoffen, besonders zu den Ursachen des rasanten Feuers, zur Blockierung der Fluchtwege und zum Verhalten der Barchefin, die laut Videoaufnahmen zuerst floh, ohne zu helfen.
Ermittlungen gegen Betreiber und Gemeinde
Neben dem Ehepaar Moretti stehen zwölf frühere und aktuelle Mitarbeiter sowie Kommunalvertreter unter Verdacht. In der Bar fanden jahrelang keine Brandschutzkontrollen statt. Opferanwälte kritisieren gegenseitige Schuldzuweisungen und hoffen auf Fortschritte durch die präzise Arbeit der Staatsanwälte. Der Prozess wird sich mit Strafverfolgung und möglicher strafrechtlicher Verantwortung der Regionalverwaltung befassen.
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