Nach Brandkatastrophe in Crans-Montana: Kritik an Walliser Justiz wegen möglicher Ermittlungsfehler wächst
- • Bei dem Brand in der Bar „Le Constellation“ in Crans‑Montana in der Silvesternacht starben rund 40 junge Menschen; mehr als 100 wurden schwer verletzt.
- • Die Walliser Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen die Besitzer der Bar; einer der beiden Beschuldigten befindet sich in Untersuchungshaft.
- • Opfervertreter kritisieren mögliche Versäumnisse in der Frühphase der Ermittlungen, unter anderem bei der Beweissicherung (z. B. seien Telefone der Betreiber nicht sofort beschlagnahmt worden).
"Im Fokus stehen weiter die Aufarbeitung der Brandursache und der genaue Ablauf in der Bar. Entscheidend wird sein, ob die Staatsanwaltschaft die kritisierten Lücken – insbesondere bei Obduktionen und Beweissicherung – nachträglich schließt und wie die parallel laufenden italienischen Ermittlungen sowie eine mögliche Nebenklage den Verlauf des Schweizer Strafverfahrens beeinflussen."
Crans-Montana: Kanton zahlt 10.000 Franken Soforthilfe – Ermittlungen bringen neue Vorwürfe und Haft-/Reisebeschränkungen
- • Der Kanton Wallis zahlt den Opfern und Hinterbliebenen der Brandkatastrophe in Crans-Montana eine Soforthilfe von je 10.000 Schweizer Franken (ca. 10.740 Euro).
- • Die Zahl der Toten bleibt bei 40; 116 Personen wurden in Krankenhäusern behandelt, rund 80 davon weiterhin schwerverletzt.
- • Betroffene sollen direkt vom Kanton kontaktiert werden, um die Auszahlung zu regeln.
"Die strafrechtlichen Ermittlungen und die laufenden Voruntersuchungen dürften in den kommenden Wochen und Monaten neue Erkenntnisse zu Verantwortlichkeiten, Sicherheitsmängeln und möglichen Pflichtverletzungen liefern. Mögliche Folgen sind Anklagen, längere Haftanordnungen oder Hausarrest/Reisebeschränkungen für Beteiligte sowie zivilrechtliche Klagen gegen Betreiber und Versicherungen. Die Stiftung und die Modalitäten zur Verteilung von Spenden sollen konkretisiert werden; es ist zudem mit verschärften landes- bzw. kantonalen Sicherheitsprüfungen in Veranstaltungsstätten zu rechnen. Die Auszahlung der angekündigten Soforthilfe soll zeitnah erfolgen, bietet jedoch nur eine erste Unterstützung; weitere finanzielle Hilfen durch die Stiftung oder mögliche Entschädigungen könnten folgen."
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Brand in Crans-Montana: Fragen zur politischen Verantwortung in der Schweiz
- • Der Brand in der Bar 'Le Constellation' in Crans-Montana forderte 40 Todesopfer.
- • Die Bar wurde seit 2019 nicht mehr brandschutztechnisch überprüft.
- • In Crans-Montana wurden von 128 Bars und Restaurants nur 40 in 2025 inspiziert.
"Die Untersuchungen werden fortgesetzt, wobei die Verantwortung der lokalen Regierung ein zentrales Thema sein wird. Eine Reform der Brandschutzkontrollen wird diskutiert."
Ermittlungen und Misstrauen nach Brand in Crans-Montana
- • In der Bar 'Le Constellation' in Crans-Montana ereignete sich an Silvester ein verheerender Brand, bei dem 40 Menschen ums Leben kamen und 116 verletzt wurden.
- • Die Bar wurde seit 2019 nicht mehr sicherheitsgeprüft, obwohl dies jährlich geschehen sollte.
- • Der Bürgermeister von Crans-Montana, Nicolas Feraud, bestätigte, dass viele Lokale im Ort nicht regelmäßig geprüft wurden.
"Die Ermittlungen in Crans-Montana dürften weitreichende Folgen für das Vertrauen in lokale politische Systeme und die Brandschutzgesetze der Schweiz haben. Die Forderungen nach systematischen Überprüfungen durch kantonale Stellen könnten die bisherigen Praktiken verändern. Zudem sind Konsequenzen für lokale Behörden realistisch."