Schweres Erdbeben erschüttert indonesische Insel Flores
Wichtige Fakten
- • Erdbeben der Stärke 7,7 erschüttert Flores.
- • Mindestens fünf Tote in Ost-Nusa-Tenggara.
- • Tsunami-Warnung aufgehoben, zahlreiche Nachbeben.
- • Rettungsteams suchen nach Verschütteten.
- • 2000 Bewohner in Nagekeo evakuiert.
Schweres Beben fordert Todesopfer
Ein Erdbeben der Stärke 7,7 hat die indonesische Insel Flores erschüttert und mindestens fünf Menschen das Leben gekostet. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) lag das Epizentrum rund 70 Kilometer nordwestlich der Stadt Ende in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern. Der Gouverneur der Provinz Ost-Nusa-Tenggara, Emanuel Melkiades Laka Lena, berichtete, die Opfer seien in ihren Häusern von einstürzenden Trümmern getötet worden. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt, einige stürzten ganz ein.
Rettungsarbeiten laufen
Such- und Rettungsteams sind im Einsatz, um Eingeschlossene zu befreien. Die Behörden gaben zunächst eine Tsunami-Warnung heraus, hoben diese jedoch nach etwa drei Stunden wieder auf. Starkbeben und Nachbeben der Stärke 6,1 und 5,9 folgten. In der Region Nagekeo wurden rund 2.000 Menschen evakuiert, nachdem Gebäude Schäden davongetragen hatten. In Maumere brach am Hafen Teilen der Terminalgebäude, Passagiere wurden ins Wasser geschleudert, als die Gangway kollabierte.
Bewohner in Angst
Viele Bewohner, wie Arnold Welianto aus Talibura, beschreiben die Angst nach dem Beben. Er floh mit seiner Familie ins Freie und sah, wie das Meer zurückwich, was Panik auslöste. Viele trauen sich nicht zurück in ihre Häuser aus Furcht vor weiteren Nachbeben. Die indonesische Katastrophenschutzbehörde BNPB rät den Menschen, Ruhe zu bewahren und Gebäude mit Rissen zu meiden.
Flores liegt im Pazifischen Feuerring, einer der geologisch aktivsten Regionen der Erde. Der Westen der Insel mit dem Komodo-Nationalpark ist ein Touristenziel, während das Zentrum, wo das Beben wütete, abgeschiedener ist. Die volle Schadenshöhe ist noch unklar.
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