Schweres Erdbeben vor Sulawesi löst Tsunamiwarnung aus
Wichtige Fakten
- • Erdbeben der Stärke 7,4 vor der Küste Sulawesis mit Epizentrum bei Ternate
- • Eine 70-jährige Frau starb durch Trümmer, eine weitere Person wurde verletzt
- • Tsunamiwarnung für mehrere Länder wurde nach zwei Stunden aufgehoben
- • Wellen bis zu 75 cm Höhe wurden in Nord-Sulawesi gemessen
- • Mindestens zwei Nachbeben der Stärke 5,5 und 5,2 folgten
Zusammenfassung
Vor der Küste der indonesischen Insel Sulawesi hat sich am frühen Donnerstagmorgen ein schweres Erdbeben der Stärke 7,4 ereignet. Das Epizentrum lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) in etwa 35 Kilometern Tiefe zwischen dem Norden Sulawesis und den Nord-Molukken, rund 127 Kilometer von der Stadt Ternate entfernt. Die Behörden lösten daraufhin eine Tsunami-Warnung für die Region aus, die nach etwa zwei Stunden wieder aufgehoben wurde.
Folgen und Schäden
Die indonesische Such- und Rettungsbehörde meldete ein Todesopfer: Eine 70-jährige Frau im Bezirk Minahasa in Nord-Sulawesi kam durch herabstürzende Gebäudeteile ums Leben, eine weitere Person wurde verletzt. In Ternate wurden eine Kirche und zwei Häuser beschädigt, in Nord-Sulawesi wurden Tsunamiwellen von bis zu 75 Zentimetern Höhe gemessen. Die Erschütterungen dauerten nach Angaben des Katastrophenschutzes 10 bis 20 Sekunden und waren in Küstenstädten wie Bitung deutlich spürbar.
Region und Hintergrund
Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, einer seismisch hochaktiven Zone, in der Erdbeben häufig sind. Das aktuelle Beben löste zunächst Tsunamiwarnungen für mehrere Länder wie die Philippinen, Malaysia und Japan aus, die jedoch später entwarnt wurden. Es folgten mindestens zwei Nachbeben mit Stärken von 5,5 und 5,2. Die Behörden raten der Bevölkerung weiterhin zur Vorsicht, insbesondere in Küstengebieten.
Das könnte Sie auch interessieren
USA lockern Sanktionen gegen Venezuelas geschäftsführende Präsidentin
Schweden vor historischer Wende: Rechtspopulisten könnten erstmals Regierungsverantwortung übernehmen
Nachfolge von UN-Generalsekretär Guterres: Vier Kandidaten im Rennen um schwieriges Amt
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.