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International 11.05.2026, 18:07 Aktualisiert: 11.05.2026, 23:03

Sea-Watch 5 vor Libyen unter Beschuss: Küstenwache schießt scharf

Libysche Küstenwache beschoss Rettungsschiff Sea-Watch 5 mit scharfer Munition.

Wichtige Fakten

  • Libysche Küstenwache beschoss Rettungsschiff Sea-Watch 5 mit scharfer Munition.
  • 90 aus Seenot gerettete Menschen und 30 Crew-Mitglieder an Bord.
  • Küstenwache drohte mit Entern und Verschleppung nach Libyen.
  • Auswärtiges Amt forderte libysche Behörden zur Aufklärung auf.

Angriff auf Rettungsschiff

Das Rettungsschiff 'Sea-Watch 5' ist nach Angaben der Hilfsorganisation von der libyschen Küstenwache mit scharfer Munition angegriffen worden. An Bord sind 90 aus Seenot Gerettete und 30 Crew-Mitglieder. Ein Patrouillenboot der libyschen Küstenwache habe versucht, das Schiff nach Libyen zu zwingen, erklärte Sea-Watch.

Reaktionen und Rechtslage

Sea-Watch-Sprecherin Julia Winkler bezeichnete eine mögliche Verschleppung als völkerrechtswidrige Entführung. Die Besatzung setzte einen Notruf ab und informierte die deutsche Bundespolizei. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte, dass die deutsche Botschaft in Tripolis umgehende Aufklärung bei den libyschen Behörden angefragt habe. Die Bundespolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Gefährliche Flüchtlingsroute

Das Mittelmeer zählt zu den gefährlichsten Fluchtrouten weltweit. Laut IOM wurden seit Jahresbeginn bereits über 1.000 Tote oder Vermisste registriert – die höchste Zahl seit 2014. Insgesamt sind seit 2014 mehr als 34.800 Menschen im Mittelmeer ums Leben gekommen.

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