Soziale Medien treiben Gewalt in Nordirland an
Wichtige Fakten
- • Ein Sudanese wegen versuchten Mordes angeklagt.
- • Drei Nächte Gewalt mit Brandsätzen und Wasserwerfern.
- • Über ein Dutzend Polizisten verletzt.
- • Soziale Medien verbreiten Hass und koordinieren Proteste.
- • Familie des Opfers ruft zu Frieden auf.
Gewaltwelle nach Messerangriff
In Nordirland kommt es seit Montag zu schweren Ausschreitungen. Auslöser war ein Messerangriff in Belfast, für den ein Sudanese wegen versuchten Mordes angeklagt wurde. Innerhalb von Stunden nach der Tat verbreiteten sich Videos und Hasskommentare in sozialen Medien, die zu Protesten aufriefen. Die Polizei verzeichnete Brandstiftungen an Häusern und Fahrzeugen, den Einsatz von Wasserwerfern und über ein Dutzend verletzte Beamte. Mehrere Familien berichteten, dass sie aufgrund ihrer Hautfarbe bedroht und aus ihren Häusern vertrieben wurden.
Rolle sozialer Medien
Die Organisation der Proteste und der nachfolgenden Krawalle verlief maßgeblich über Facebook, X und TikTok. Auf den Plattformen wurden Adressen von Migranten veröffentlicht und illegale Aktionen koordiniert. Die Polizei sieht jedoch keine direkte Beteiligung paramilitärischer Gruppen. Der Kommunikationsregulierer Ofcom kündigte eine Überwachung der Lage an. Die Familie des Attentatsopfers rief zu friedlichem Protest und zum Zusammenhalt auf.
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