Eskalation im Nahen Osten: USA und Israel greifen Iran an, Teheran antwortet mit Raketen auf Golfstaaten
Wichtige Fakten
- • USA und Israel starten großangelegte Militäroperationen gegen Ziele im Iran, als präventive Schläge beschrieben.
- • Iran feuert Raketen auf Israel ab und attackiert US-Militärstützpunkte in Bahrain, Katar, Kuwait, Saudi-Arabien und den VAE.
- • Lufträume in Iran, Israel, Irak, Syrien und mehreren Golfstaaten für zivilen Flugverkehr geschlossen, Fluggesellschaften streichen Verbindungen.
- • Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sterben mindestens 24 Schülerinnen, Deutschland ruft Krisenstab ein und warnt vor Reisen.
- • Oman meldet Durchbruch in Atomgesprächen, Iran soll Zugeständnisse zu Urananreicherung und Raketenprogramm gemacht haben.
Militärische Eskalation und Gegenangriffe
Am 28. Februar 2026 starteten die USA und Israel groß angelegte Militärangriffe gegen den Iran. US-Präsident Donald Trump bestätigte in einem Video auf Truth Social "groß angelegte Kampfoperationen", um die unmittelbare Bedrohung durch das iranische Regime zu eliminieren, während Israel von einem präventiven Schlag spricht, um Bedrohungen zu beseitigen. Explosionen und Rauchwolken wurden in Teheran, Isfahan, Ghom, Karadsch, Kermanschah, Lorestan und Tabris gemeldet, wobei möglicherweise auch die Residenz des Geistigen Führers Ajatollah Ali Chamenei angegriffen wurde, obwohl er zuvor in Sicherheit gebracht worden sein soll. Als Reaktion darauf hat Iran Raketen auf Israel abgefeuert, die Luftschutzalarme in mehreren Regionen auslösten, und zudem vier US-Militärstützpunkte in Bahrain, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Raketen angegriffen, wobei in Bahrain Rauch über der Basis Juffair gesichtet wurde.
Reaktionen und Sicherheitsmaßnahmen
Iran hat seinen Luftraum geschlossen, ebenso wie Israel, der Irak, Katar, Kuwait, Syrien und die VAE als Vorsichtsmaßnahme. Zivile Flüge wurden gestrichen, an Tankstellen in Teheran bildeten sich lange Schlangen, und viele Iraner versuchen, die Hauptstadt zu verlassen. Das Internet im Iran ist fast vollständig ausgeschaltet, mit Aktivität auf nur noch vier Prozent des üblichen Niveaus. Mehrere Airlines wie Lufthansa, Wizz Air, Air France, Qatar Airways und Emirates haben Flüge in den Nahen Osten gestrichen oder umgeleitet. Die Bundesregierung hat den Krisenstab einberufen, und die deutsche Botschaft in Tel Aviv hat Deutsche aufgefordert, sich an Sicherheitsanweisungen zu halten und Schutzräume aufzusuchen.
Diplomatische Entwicklungen und Ausblick
Die Angriffe folgen auf ergebnislose Verhandlungen über Irans Atomprogramm, bei denen Trump zuletzt mit Militärschlägen drohte. Der Vermittlerstaat Oman sieht jedoch einen Durchbruch in den Atomgesprächen und berichtet, Iran habe wichtige Zugeständnisse bei Fragen der Urananreicherung und seines Raketenprogramms gemacht, einschließlich der Zusage, niemals nukleares Material für Atombomben zu besitzen. Iran hat Vergeltungsschläge angekündigt, die "vernichtend" ausfallen sollen, während Trump US-Soldaten vor möglichen Todesfällen warnt und den iranischen Streitkräften Immunität bei Kapitulation anbietet. Die EU, Großbritannien und Russland haben zur Deeskalation aufgerufen, wobei die EU-Marinemission "Aspides" im Roten Meer in hoher Alarmbereitschaft ist. Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 24 Schülerinnen in einer Grundschule in der Provinz Hormusgan ums Leben gekommen. Die entscheidende Frage ist nun, wie Iran auf die Angriffe reagieren wird, wobei die internationale Gemeinschaft zur Zurückhaltung mahnt.
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