Spritpreise erreichen Höchststände: Regierung und Kartellamt prüfen
Wichtige Fakten
- • Super E10 und Diesel kosten bundesweit über 2 Euro pro Liter.
- • Wirtschaftsministerin Reiche kündigt kartellrechtliche Prüfung der Preise an.
- • Preissteigerungen werden mit Eskalation im Iran-Krieg begründet.
- • ADAC kritisiert unverhältnismäßig hohe Preissprünge.
- • Koalition setzt Arbeitsgruppe zur Analyse der Entwicklung ein.
Preisentwicklung an deutschen Tankstellen
Die Spritpreise in Deutschland steigen weiter und haben neue Höchststände erreicht: Sowohl Diesel als auch Super E10 kosten im bundesweiten Durchschnittspreis mehr als 2 Euro pro Liter. Laut ADAC lag der Preis für Super E10 am Morgen bei 2,003 Euro, während Diesel auf 2,086 Euro stieg. Diese Preissprünge werden mit der Eskalation des Iran-Kriegs und den gestiegenen Rohölkosten begründet.
Politische Reaktionen und Prüfungen
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat eine kartellrechtliche Prüfung der Preissprünge angekündigt, um mögliche Ausnutzung der Marktsituation zu untersuchen. Auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) drohte mit Konsequenzen gegen „Abzocke“. Die Koalitionsfraktionen im Bundestag haben sich auf die Einsetzung einer Arbeitsgruppe verständigt, die die Preisentwicklung analysieren soll, eine Spritpreisbremse steht jedoch nicht auf der Agenda.
Kritik und Begründungen der Industrie
Der ADAC kritisiert die Preissteigerungen als unverhältnismäßig hoch und wirft der Mineralölwirtschaft vor, gestiegene Rohölpreise zu schnell an Verbraucher weiterzugeben. Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie begründet die hohen Preise mit deutlich gestiegenen Einkaufskosten für Tankstellen, die notwendig seien, um die Versorgung aufrechtzuerhalten.
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