Steueraffäre um Reform UK-Vizechef Richard Tice
Wichtige Fakten
- • Tices Investmentfirma spendete 1,1 Mio. £ an Reform UK.
- • Vier Briefkastenfirmen zahlten 2020-2022 keine Steuern auf Gewinne.
- • Tice räumt mögliche Fehler ein und will Nachzahlungen leisten.
- • Die Labour Party fordert Konsequenzen und nennt es einen Skandal.
Steuerhinterziehungsvorwürfe gegen Reform UK-Vize
Richard Tice, stellvertretender Vorsitzender der britischen Partei Reform UK, steht im Zentrum von Vorwürfen der Steuerhinterziehung. Laut Berichten der Sunday Times betrieben vier von Tice kontrollierte Briefkastenfirmen zwischen 2020 und 2022 keine aktiven Geschäfte, zahlten aber keine Steuern auf erzielte Gewinne. Diese Firmen dienten dazu, Dividenden aus Tices Immobilieninvestitionsfirma weiterzuleiten.
Parteispenden und Reaktionen
Im gleichen Zeitraum überwies Tices Investmentgesellschaft Tisun Investments Ltd rund 1,1 Millionen Pfund an Reform UK. Tice reagierte auf die Vorwürfe mit einer ausführlichen Stellungnahme auf X, in der er mögliche Fehler einräumte und betonte, dass er stets bereit sei, nachzuprüfen und gegebenenfalls Steuern nachzuzahlen. Er beschuldigte die Sunday Times und die Labour Party einer "Schmierenkampagne".
Politische Konsequenzen
Die Labour Party forderte unter Vorsitz von Anna Turley Konsequenzen und nannte die Vorwürfe einen "großen Skandal". Sie kritisierte, dass Tice trotz der Vorwürfe weiterhin stellvertretender Vorsitzender von Reform UK bleibe, obwohl er in der Vergangenheit selbst Rücktritte wegen kleinerer Steuerfehler gefordert habe.
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