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Politik 13.08.2026, 05:16

Studie: AfD-Wirtschaftskurs bleibt marktliberal und arbeiterfern

AfD erreicht 92% marktliberale Positionen in Bundestagswahlprogramm 2025, deutlich über CDU/CSU (79%).

Wichtige Fakten

  • AfD erreicht 92% marktliberale Positionen in Bundestagswahlprogramm 2025, deutlich über CDU/CSU (79%).
  • Studie der Uni Tübingen: AfD wirtschaftspolitisch am rechten Pol, nur FDP liberaler.
  • Sep 2021 bis 2025 stieg Marktliberalismus der AfD von 71 auf 92 Prozent.
  • Strategiepapier 2016: AfD zielt bewusst auf Arbeiter, da sie 'kleine Leute' als Zielgruppe sieht.
  • AfD-Sozialpolitiker Springer: 'Soziale Frage ist Frage zwischen innen und außen', nicht zwischen oben und unten.

Linke Wirtschaftspolitik, rechte Wahlerfolge bei Arbeitern

Die AfD hat sich bei Arbeitern als stärkste Kraft etabliert, obwohl eine Studie der Universität Tübingen shows: Ihre Wirtschafts- und Sozialpolitik ist marktliberal und unternehmensfreundlich, nicht arbeiterfreundlich. Der Politikwissenschaftler Floris Biskamp analysierte das Programm und die Wahl-O-Mat-Antworten der Partei und ordnet die AfD zwischen Union und FDP ein: Sie erreicht 92 Prozent marktliberale Ausrichtung, ähnlich wie in ihren Anfangsjahren.

Strategische Ansprache der Arbeiterschaft

Doch die Partei spricht gezielt Arbeiter an, wie ein internes Strategiepapier von 2016 zeigt. Die Kampagne integriert kulturelle und identitäre Themen als 'soziale Frage' – über Migration und Globalisierung. Diese Ablehnung traditioneller Verteilungskonflikte paradigmatisiert den politischen Diskurs. Währenddessen widerspricht AfD-Sozialpolitiker René Springer und sieht die Partei als Antwort auf eine 'Repräsentationslücke' der SPD.

Die Studie betont, dass wirtschaftliche Interessen nicht immer ausschlaggebend sind. Eine soziale Perspektive auf die eigene Wahlentscheidung sei geschwunden. Andere Parteien müssten attraktive Angebote entwickeln und das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Staates stärken, um der AfD etwas entgegenzusetzen.

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