Studie: Große Batteriespeicher senken Stromkosten und entlasten Staat
Wichtige Fakten
- • Fraunhofer-Studie identifiziert „Sweet Spot“ von 20.000 MW und 4h Speicherdauer.
- • 80.000 MWh Speicher könnten Stromsystem um 5,5 Mrd. Euro entlasten.
- • Bisher nur 6.000 MW Großspeicher in Deutschland, 1.000 MW kamen 2025 dazu.
- • Erneuerbare deckten H1 2026 58 % des Stromverbrauchs, neuer Rekord.
- • Anzahl der Hochpreis-Stunden (>15 ct/kWh) stieg auf 464 im H1 2026.
Studie zeigt: Großspeicher sind kostensparend
Eine Fraunhofer-Studie im Auftrag der Erneuerbaren-Branche belegt den Mehrfachnutzen großer Batteriespeicher für das deutsche Stromsystem. Demnach könnte eine Kapazität von 20.000 Megawatt Speicherleistung bei vier Stunden Speicherdauer (insgesamt 80.000 Megawattstunden) das Stromsystem innerhalb von 17 Monaten um rund 5,5 Milliarden Euro entlasten, davon 2,1 Milliarden für den Bundeshaushalt. Diese optimale Kombination bezeichnen die Autoren als „Sweet Spot“.
Positive Entwicklungen im Strommarkt
Im ersten Halbjahr 2026 deckten Erneuerbare 58 Prozent des deutschen Stromverbrauchs, ein neuer Rekord, getragen von normalen Windverhältnissen. Die Zahl der Stunden mit negativen Strompreisen sank deutlich. Gleichzeitig stiegen die Hochpreis-Stunden und die Durchschnittskosten. Extreme Preisspitzen von minus 49,99 Cent und plus 66,5 Cent pro Kilowattstunde traten auf – ein Zeichen für mangelnde Flexibilität.
Flexibilität als Schlüssel
Die Studie zeigt, dass Speicher Preise glätten, mehr Ökostrom nutzbar machen und die EEG-Vergütung senken würden. Nötig seien jährliche Zubauten von 8.000 MWh Flexibilität. Bislang sind aber nur 6.000 MW Großspeicher in Betrieb. Derweil plant das Wirtschaftsministerium ein Flexibilitätsgesetz, das primär Erdgaskraftwerke fördert, was dem Erneuerbaren-Ausbau schaden könnte, warnt die Branche.
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