Studierenden-Mieten erreichen weiterhin Rekordniveau
Wichtige Fakten
- • Durchschnittsmiete für WG-Zimmer liegt bei 520 Euro monatlich
- • Steigerung liegt über der allgemeinen Teuerungsrate
- • BAföG-Wohnkostenpauschale von 380 Euro reicht oft nicht mehr aus
- • München ist mit 800 Euro Spitzenreiter unter Hochschulstädten
- • West-Ost-Gefälle bei Mieten, aber langsame Angleichung
Rekordmieten belasten Studierende
Die Wohnkosten für Studierende in Deutschland steigen weiter und erreichen zu Beginn des Sommersemesters durchschnittlich 520 Euro pro Monat für ein WG-Zimmer. Dies entspricht einem Plus von knapp vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr und liegt über der allgemeinen Teuerungsrate. Die Analyse des Moses Mendelssohn Instituts umfasst alle 89 Hochschulstandorte mit mehr als 5.000 Studierenden.
Regionale Unterschiede und Marktdynamik
Die höchsten Mieten zahlen Studierende in Bayern (605 Euro), Hamburg und Berlin (je 650 Euro), während Sachsen-Anhalt (358 Euro) und Sachsen (372 Euro) die niedrigsten Kosten aufweisen. München bleibt mit 800 Euro monatlicher Miete Spitzenreiter. Zwar schwächt sich das West-Ost-Gefälle langsam ab, doch auch in ostdeutschen Städten steigen die Preise von niedrigerem Niveau aus.
Folgen und Forderungen
Die BAföG-Wohnkostenpauschale von 380 Euro reicht in vielen Städten nicht mehr aus, da 83,4 Prozent der Studierenden in Orten mit höheren Durchschnittsmieten leben. Experten fordern eine Erhöhung der Pauschale und einen Ausbau budgetorientierter Wohnungen, da der knappe Wohnraum die Attraktivität des Hochschulstandorts Deutschland beeinträchtigt, besonders für internationale Studierende.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.