Sturmserie verwüstet westliches Mittelmeer: Tote und Zerstörung in Spanien, Portugal und Marokko
Wichtige Fakten
- • In Grazalema (Spanien) fiel ein Jahresniederschlag innerhalb von zwei Wochen.
- • In Portugal erreichte der Wind Spitzen von 176 km/h, bevor Messstationen zerstört wurden.
- • In Marokko starben 43 Menschen durch Stürme seit Mitte Dezember, viele in der Medina von Safi.
- • Studien deuten darauf hin, dass der Klimawandel die Regenmengen um bis zu 11% erhöht hat.
- • Feuerwehren in Portugal mussten zu 50 sturmbedingten Einsätzen innerhalb von 24 Stunden ausrücken.
Übersicht der Sturmschäden
Eine Serie von 16 Stürmen hat in den letzten Wochen das westliche Mittelmeer getroffen und in Spanien, Portugal und Marokko schwere Verwüstungen angerichtet. In Grazalema, Spaniens regenreichstem Ort, fiel innerhalb von zwei Wochen so viel Regen wie sonst in einem ganzen Jahr, was zu Überschwemmungen führte, bei denen Wasser durch Böden, Wände und sogar Steckdosen in Häuser eindrang und eine Evakuierung erforderlich machte. In Portugal brachen extreme Regenfälle Rekorde, begleitet von Windspitzen bis zu 176 km/h, die Bäume umwarfen, Dächer abdeckten und Strom- sowie Kommunikationsnetze lahmlegten, wobei mindestens zwei Todesopfer zu beklagen waren.
Wissenschaftliche Einordnung
Wissenschaftler sind sich unsicher, ob der Klimawandel direkt diese Stürme auslöste, aber Studien wie von World Weather Attribution deuten darauf hin, dass die Erderwärmung die Regenmengen verstärkt hat. In der nördlichen Studienregion wurde ein 11%iger Anstieg der Niederschläge auf die globale Erwärmung zurückgeführt, während die Daten für den Süden weniger eindeutig sind. Beobachtungen zeigen, dass extreme Regentage in der Region heute ein Drittel mehr Wasser bringen als in den 1950er Jahren.
Humanitäre und politische Folgen
In Marokko starben 43 Menschen durch die Stürme, viele in den engen Gassen der Medina von Safi, wo Überschwemmungen Töpferwarenläden zerstörten. In Portugal kritisierten Einwohner die unzureichenden Notfallwarnsysteme, während in Spanien die rechtzeitige Evakuierung von Grazalema gelobt wurde, wo Behörden schnell reagierten und Nachbarstädte Obdach boten. Die EU warnt, dass Europa sich nicht ausreichend an die zunehmenden Extremwetterereignisse anpasst.
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