Sudan-Krieg: UN kritisiert fehlende politische Dringlichkeit bei weltweit größter humanitärer Krise
Wichtige Fakten
- • Über 14 Millionen Menschen sind durch den Krieg vertrieben worden.
- • Fast die Hälfte der lebenswichtigen Gemeinschaftsküchen in Sudan wurde geschlossen.
- • 37% der Krankenhäuser sind nicht mehr funktionsfähig laut Ärztevereinigung.
- • Die humanitäre Finanzierung für Sudan ist 2026 nur zu 16% gedeckt.
- • Das Rote Kreuz verzeichnet über 11.000 gemeldete Fälle von Vermissten.
Humanitäre Katastrophe verschärft sich
Drei Jahre nach Beginn des Krieges zwischen der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) und der sudanesischen Armee hat sich die humanitäre Krise in Sudan weiter verschärft. Laut UN-Angaben sind 14 Millionen Menschen vertrieben und 33 Millionen auf Hilfe angewiesen, während die Zahl der Todesopfer auf mindestens 150.000 geschätzt wird.
Zerstörung der Lebensgrundlagen
Neue Berichte belegen den katastrophalen Zustand: Fast die Hälfte der lebenswichtigen Gemeinschaftsküchen musste schließen, Millionen überleben mit nur einer Mahlzeit täglich, und 37% der Krankenhäuser sind nicht mehr funktionsfähig. Die wirtschaftlichen Schäden haben das Land laut UN-Entwicklungsprogramm um mehr als 30 Jahre zurückgeworfen.
Diplomatische Initiativen und Finanzierungslücken
UN-Beamte kritisieren die fehlende politische Dringlichkeit zur Konfliktlösung. Trotz einer bevorstehenden Konferenz in Berlin sind verschiedene Friedensinitiativen gescheitert. Gleichzeitig ist die humanitäre Finanzierung für 2026 nur zu 16% gedeckt, während die Lieferkosten durch Treibstoffpreise stark steigen.
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