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Politik 14.05.2026, 18:25 Aktualisiert: 14.05.2026, 23:00

Sudetentreffen in Brünn löst politische Diskussionen aus

Sudetendeutsche Landsmannschaft trifft sich erstmals in Tschechien.

Wichtige Fakten

  • Sudetendeutsche Landsmannschaft trifft sich erstmals in Tschechien.
  • Abgeordnetenhaus verabschiedete symbolische Resolution gegen das Treffen.
  • Ultrarechte Partei brachte Resolution ein, Regierung unterstützte.
  • Premier Babis äußerte Kritik, zunächst neutral.
  • Landsmannschaft hält an Treffen fest, Versöhnung im Fokus.

Hintergrund des Treffens

Erstmals soll das Pfingsttreffen der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Tschechien stattfinden, und zwar in Brno (Brünn). Viele Vertriebene und ihre Nachfahren pflegen freundschaftliche Beziehungen. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat seine Teilnahme angekündigt. Das Dialogfestival "Meeting Brno" lud die Landsmannschaft ein.

Politische Gegenwehr

Das tschechische Abgeordnetenhaus verabschiedete eine rechtlich nicht bindende, aber symbolisch bedeutende Resolution gegen das Treffen. 73 Abgeordnete stimmten dafür, bei keiner Gegenstimme und vier Enthaltungen. Die Opposition blieb fern, um sich nicht an einer Initiative der extremen Rechten zu beteiligen. Die ultrarechte Partei "Freiheit und direkte Demokratie" hatte den Antrag eingebracht, unterstützt von der ANO des Premier Babis und der Motoristen. In der Resolution wird zu Abstand aufgerufen und jede Relativierung der NS-Verbrechen verurteilt.

Unterschiedliche Positionen

Während die Landsmannschaft am Treffen festhält, äußerte sich Premier Babis kritisch: Es gebe noch eine Generation, die nicht ihren Frieden gemacht habe. Er halte es nicht für glücklich, das Treffen in Tschechien abzuhalten, und die Regierung werde nicht teilnehmen. Der Vorsitzende Bernd Posselt zeigte sich überrascht von den Solidaritätsbekundungen aus Tschechien und verwies auf den Druck durch rechtsradikale Koalitionspartner. Die Christdemokraten begrüßten das Treffen hingegen als Schritt der Versöhnung. Die historische Belastung durch die Vertreibung von etwa drei Millionen Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg schwingt mit, doch die Beziehungen haben sich zuletzt verbessert.

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