Netanjahu dementiert Zustimmung zu Entwaffnungsplan der Hamas
Wichtige Fakten
- • Netanjahu lehnt US-Plan zur Hamas-Entwaffnung ab.
- • Hamas fordert israelischen Truppenabzug vor Waffenabgabe.
- • Israel kontrolliert über 60% des Gazastreifens.
- • Friedensrat traf sich mit israelischen Vertretern.
- • Zukunft des Abkommens bleibt ungewiss.
Netanjahu widerspricht Trump
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat erstmals öffentlich den von US-Präsident Donald Trump verkündeten Plan zur Entwaffnung der Hamas zurückgewiesen. In einer Videobotschaft erklärte er, Israel habe einem solchen Abkommen nicht zugestimmt, sondern lediglich einen Entwurf erhalten. Der von Trump gegründete Friedensrat hatte von einem "historischen Abkommen" gesprochen, das die vollständige Entwaffnung der Hamas vorsieht. Im Gegenzug soll sich die israelische Armee aus dem Gazastreifen zurückziehen.
Streitpunkte und Bedingungen
Der genaue Ablauf der Entwaffnung und der Rückzug der israelischen Armee bleiben strittig. Netanjahu betonte, Israel werde sich nicht vor einer vollständigen Entwaffnung der Hamas zurückziehen. Israelische Truppen kontrollieren derzeit über 60% des Gazastreifens. Die Hamas wiederum macht die Abgabe schwerer Waffen von einem israelischen Abzug abhängig. Zudem soll das Abkommen ein Ende aller Kampfhandlungen vorsehen, doch Israel hat trotz der geltenden Waffenruhe weiterhin Ziele im Gazastreifen angegriffen.
Diplomatische Bemühungen
Nach den Vorbehalten trafen sich Vertreter des Friedensrats mit Netanjahu. Beide Seiten hätten ein "gemeinsames Verständnis" über die Ziele erreicht, hieß es. Es bleibt jedoch unklar, ob das Abkommen zeitnah in Kraft treten kann.
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