Südkorea will Militärkontrolle trotz Trumps Kurswechsel beschleunigen
Wichtige Fakten
- • Trump ordnete Kürzung der Militärübungen an.
- • Südkorea will Opcon-Übergabe während Lees Amtszeit.
- • Lee fordert Fortschritte bei atomgetriebenen U-Booten.
- • Nordkorea hat Militärbeziehungen zu Russland gestärkt.
- • Übungen sollten drohnenerfahrung aus der Ukraine einbeziehen.
Trumps Entscheidung für Kürzungen sorgt für Unmut in Seoul
Südkoreas Präsident Lee Jae Myung hat nach der von US-Präsident Donald Trump angeordneten Kürzung der gemeinsamen Militärübungen erneut die vollständige Kontrolle über das eigene Militär im Kriegsfall gefordert. Die während seiner Amtszeit geplante Übertragung der operativen Kontrolle (Opcon) solle ohne Unterbrechung erfolgen, betonte Lee bei einer Kabinettssitzung.
Hintergrund der Militärkontrolle
Die USA haben die Opcon seit dem Koreakrieg (1953) inne – damals wurde nur ein Waffenstillstand geschlossen, kein Friedensvertrag. Südkorea fordert seit über zwei Jahrzehnten die Übergabe der Kriegskontrolle als Symbol nationaler Souveränität. Die derzeit laufenden, reduzierten Übungen ‚Ulchi Freedom Shield‘ sollten zur Zertifizierung der südkoreanischen Bereitschaft beitragen.
Bedrohungslage und russische Verbindungen
Unterdessen warnten Militärverantwortliche, Nordkorea lerne durch seine Truppen im Ukrainekrieg moderne Taktiken, insbesondere im Drohneneinsatz. Diese Erkenntnisse flossen in die Übungen ein, obwohl Trump die Beteiligung der USA reduzieren ließ und sich positiv über seine Beziehung zu Kim Jong Un äußerte.
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