Suezkanal bleibt trotz Krisen und Alternativprojekten unverzichtbar
Wichtige Fakten
- • Bis zu 15% des Welthandels werden über den Suezkanal abgewickelt.
- • 2021 blockierte die Ever Given den Kanal sechs Tage lang.
- • Einnahmen sanken ab Juli 2024 um 45 Prozent.
- • Thailand plant 90 km lange Landbrücke als Alternativroute.
- • Chinas 80% der Ölimporte passieren die Straße von Malakka.
Suezkanal als globale Handelsader
Der Suezkanal in Ägypten ist eine der wichtigsten Seefahrtsrouten der Welt: Bis zu 15 Prozent des weltweiten Handels und 30 Prozent der Containerfracht werden hier abgewickelt, mit einem jährlichen Warenwert von über einer Billion US-Dollar. Die künstliche Wasserstraße ist jedoch krisenanfällig: Die Havarie der Ever Given 2021 legte den Kanal sechs Tage lang lahm, was einen Rückstau von 400 Schiffen verursachte. Deutschlands Supermärkte mussten mit Schildern Lieferengpässe erklären.
Krisen setzen Ägyptens wichtigste Devisenquelle unter Druck
Der Kanal ist Ägyptens drittgrößte Devisenquelle. Regionale Konflikte wie jemenitische Huti-Angriffe im Roten Meer, die Blockade der Straße von Hormus oder der Gaza-Krieg beeinträchtigen den Betrieb gravierend. So sanken die Einnahmen ab Juli 2024 um 45 Prozent. Bereits 1967 wurde der Kanal nach dem Sechstagekrieg für acht Jahre geschlossen. Dennoch bleibt Behördenchef Osama Rabie optimistisch und hofft auf eine Erholung ab 2026.
Alternative Route: Thailands Landbrücke
Thailand plant eine 90 Kilometer lange Landbrücke zwischen Pazifik und Indischem Ozean, um die Straße von Malakka zu umgehen. Dies würde vier Tage und 15 Prozent der Kosten sparen und könnte den Suezkanal indirekt entlasten. Allerdings gibt es Bedenken wegen der enormen Kosten von 26 Milliarden Euro und lokalen Widerstands. China als größter Nutzer der Straße von Malakka zeigt Interesse. Die Entscheidung könnte die globale Schifffahrt nachhaltig verändern.
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