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Tausende Stahlarbeiter demonstrieren für mehr Hilfen
1.700 Demonstranten in Berlin, 8.500 in Völklingen am 12. Juni 2026.
Wichtige Fakten
- • 1.700 Demonstranten in Berlin, 8.500 in Völklingen am 12. Juni 2026.
- • IG Metall fordert Hilfe gegen Billigstahl, hohe US-Zölle und teure Energie.
- • Deutsche Rohstahlproduktion fiel 2025 auf Tiefstand von 34,1 Millionen Tonnen.
- • Gewerkschaft warnt vor Aufweichung der EU-Klimavorgaben für grünen Stahl.
- • Bundeswirtschaftsministerin will kostenlose CO2-Zertifikate beibehalten.
Proteste in Berlin und Völklingen
Mit Kundgebungen in Berlin und Völklingen haben Tausende Beschäftigte der deutschen Stahlindustrie Druck auf die Bundesregierung ausgeübt. Unter dem Motto „Stahl hat Zukunft – bei uns!“ marschierten rund 1.700 Stahlarbeiter vom Brandenburger Tor zum Bundeswirtschaftsministerium. Im saarländischen Völklingen versammelten sich laut Polizei insgesamt 8.500 Menschen bei mehreren Demonstrationszügen.Forderungen der IG Metall
Die IG Metall fordert mehr politische Hilfe für die kriselnde Branche, die unter der Wirtschaftsflaute, hohen US-Zöllen auf Stahl sowie der Konkurrenz durch Billigstahl aus Asien leidet. 2025 fiel die deutsche Rohstahlproduktion auf 34,1 Millionen Tonnen, den niedrigsten Stand seit der Finanzkrise 2009. Zudem warnt die Gewerkschaft davor, die EU-Klimavorgaben aufzuweichen und den Umbau zu grünem Stahl zu gefährden.Politische Differenzen
Während die saarländische Landesregierung und die Stahl-Holding-Saar für steigende CO2-Preise plädieren, will Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) große Teile der CO2-Zertifikate weiter kostenlos zur Verfügung stellen. Die IG Metall kritisiert zudem den Industriestrompreis als zu schwach und zeitlich befristet. Linke und Grüne unterstützen die Forderungen der Stahlarbeiter.Das könnte Sie auch interessieren
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