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International 14.04.2026, 06:26 Aktualisiert: 14.04.2026, 08:08

Thailands Wirtschaft leidet unter Öl- und Gas-Lieferengpässen

Thailand bezieht Öl und Gas hauptsächlich aus den Golfstaaten.

Wichtige Fakten

  • Thailand bezieht Öl und Gas hauptsächlich aus den Golfstaaten.
  • Plastikpreise sind um 30 Prozent gestiegen, Treibstoffkosten erhöht.
  • Ärmste Staaten Südostasiens wie Laos und Kambodscha drohen Versorgungsengpässe.
  • Eine schnelle Lösung der Blockade der Straße von Hormus ist nicht in Sicht.
  • Die wirtschaftliche Erholung könnte mindestens ein Jahr dauern.

Energieengpässe belasten Thailands Wirtschaft

Thailand und andere südostasiatische Länder sind stark von Öl- und Gaslieferungen aus den Golfstaaten abhängig, die seit Beginn des dortigen Krieges durch steigende Preise und Lieferengpässe beeinträchtigt werden. In Thailand führt dies zu höheren Produktionskosten, insbesondere in der Plastikindustrie, wo die Preise für Plastikpellets um 30 Prozent gestiegen sind und wichtige Rohlinge nicht mehr lieferbar sind. Unternehmen wie Polestar Drinking Water in Chiang Mai kämpfen mit unsicheren Lieferketten und erhöhten Transportkosten, während die Regierung mit Preisdeckeln und Subventionen gegensteuert.

Regionale Auswirkungen und langfristige Risiken

Laut Jayant Menon vom ISEAS Ishak Institute in Singapur sind die wirtschaftlich schwächeren Nachbarstaaten Laos, Kambodscha und Myanmar noch stärker betroffen und drohen bald mit schwindenden Vorräten konfrontiert zu sein. Die ärmsten Bevölkerungsgruppen, wie Landwirte mit steigenden Düngerkosten, sind besonders gefährdet. Selbst wenn die Lieferungen wieder aufgenommen werden, könnte die wirtschaftliche Erholung mindestens ein Jahr dauern, mit möglichen unumkehrbaren Folgen für die Volkswirtschaften und langfristig schwächerem Wachstum in der Region.

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