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Gesellschaft 22.05.2026, 06:00 Aktualisiert: 22.05.2026, 08:04

Tiger-Ausbruch in Schkeuditz: Behörden überfordert, Tiger getötet

Tiger Sandokan tötet Wärter und büxt in Schkeuditz aus.

Wichtige Fakten

  • Tiger Sandokan tötet Wärter und büxt in Schkeuditz aus.
  • Polizei erschießt entlaufenen Tiger in Schrebergärten.
  • Ermittlungen gegen Halterin wegen fahrlässiger Körperverletzung.
  • Tierschutzorganisationen fordern stärkere Regeln für Privathaltung.

Angriff und Flucht

In Schkeuditz bei Leipzig griff ein Tiger am Sonntagnachmittag einen 72-jährigen Wärter an und entkam aus seinem Gehege. Der schwer verletzte Mann liegt im Krankenhaus. Die alarmierte Polizei, ohne Tierarzt oder Betäubungsgewehr vor Ort, musste das Tier nach 30 Minuten in einem nahen Kleingartenkomplex erschießen, um Gefahr für die Anwohner zu vermeiden.

Hintergründe zur Halterin

Das Gehege gehört der Ex-Zirkusdompteurin Carmen Zander, die sich selbst als „Tigerkönigin“ bezeichnet. Der getötete Tiger Sandokan war ein neun Jahre alter Bengalisch-Sibirischer Mischling. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen sie. Das Ordnungsamt hatte bereits zuvor Verbesserungen bei der Haltung gefordert, da die verfügbare Fläche nicht ausreichte.

Kritik von Tierschützern

Der Deutsche Tierschutzbund sowie PETA fordern ein strengeres Recht für die Privathaltung von Wildtieren und ein Teilkonfiszierung der verbleibenden acht Tiger. Die Stadtwerke fordern die sofortige Schließung der Anlage.

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