Eskalation im Nahen Osten: Weitere iranische Führungsmitglieder getötet, Israel weitet Angriffe aus
Wichtige Fakten
- • Israels Luftangriffe töteten neben Ali Larijani auch Geheimdienstminister Esmail Chatib und Basidsch-Kommandeur Gholamresa Soleimani.
- • Israel autorisierte gezielte Tötungen hochrangiger iranischer Führungskräfte ohne weitere Genehmigungen.
- • Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel, bei denen zwei Menschen nahe Tel Aviv starben.
- • Israel griff auch den Libanon und Irans strategisches Gasfeld South Pars an, was die Energiemärkte belastet.
- • Über 2.000 Menschen sollen seit Kriegsbeginn in den Kämpfen umgekommen sein.
Zielgerichtete Tötungen und Eskalation
Israel hat die gezielte Tötung weiterer hochrangiger iranischer Führungsmitglieder bestätigt. Neben Ali Larijani, dem Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, wurden laut israelischen Angaben auch Geheimdienstminister Esmail Chatib und der Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, bei Luftangriffen getötet. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, die Armee habe grünes Licht für weitere gezielte Tötungen hochrangiger iranischer Vertreter erhalten, ohne dass zusätzliche Genehmigungen erforderlich seien. Diese Angriffe erfolgen in einer Phase, in der seit Kriegsbeginn Ende Februar bereits mehrere iranische Offizielle und Kommandeure getötet wurden.
Iranische Reaktionen und Vergeltung
Iran bestätigte den Tod von Chatib, wobei Präsident Massud Peseschkian von einem "unlauteren Attentat" sprach. Als Vergeltung für Larianis Tötung feuerte die Islamische Revolutionsgarde Raketen auf das Zentrum Israels ab, bei denen nach Angaben israelischer Rettungskräfte zwei Menschen nahe Tel Aviv getötet wurden. Iran wirft Israel den Einsatz von Streubomben vor, während Israel ähnliche Vorwürfe gegen Iran erhebt. Trotz der Verluste betonte Irans Außenminister Abbas Araghtschi, das politische System sei robust und nicht von einzelnen Personen abhängig.
Ausweitung der Konflikte und internationale Reaktionen
Israel weitete seine Angriffe auch auf den Libanon aus, wo bei Luftangriffen auf Beirut mindestens zwölf Menschen getötet und ein Gebäude zerstört wurden. Zudem griff Israel das strategische Gasfeld South Pars im Persischen Golf an, was zu erheblichen Schäden führte und Ölpreise auf über 110 Dollar pro Barrel trieb. Iran drohte mit Vergeltungsangriffen auf Energieinfrastruktur in Nachbarstaaten. International riefen Bundesaußenminister Johann Wadephul und sein französischer Amtskollege Jean-Noël Barrot zur Deeskalation auf, warnten jedoch vor den globalen Folgen des Konflikts.
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