Tödlicher Angriff auf UN-Blauhelme im Libanon: Frankreich macht Hisbollah verantwortlich
Wichtige Fakten
- • Ein französischer UNIFIL-Soldat wurde bei einem Beschuss im Süden Libanons getötet und drei weitere verletzt.
- • Frankreichs Präsident Macron und UNIFIL machen die pro-iranische Hisbollah für den Angriff verantwortlich.
- • Die Hisbollah bestreitet die Verantwortung und fordert eine Untersuchung durch die libanesische Armee.
- • UN-Generalsekretär Guterres verurteilt den Angriff als mögliches Kriegsverbrechen und fordert einen Feuereinstopp.
- • Die UNIFIL-Mission überwacht seit 1978 die Grenze zwischen Israel und dem Libanon und verzeichnete bereits über 330 Tote.
Angriff auf UNIFIL-Patrouille
Im Süden Libanons ist ein französischer Blauhelmsoldat der UN-Mission UNIFIL getötet worden, als eine Patrouille bei der Beseitigung von Sprengsätzen an einer Straße unter Beschuss geriet. Drei weitere Soldaten wurden verletzt. Nach ersten Einschätzungen von UNIFIL und der französischen Regierung sind Hisbollah-Kämpfer für den Angriff verantwortlich, was die Miliz jedoch bestreitet und eine Untersuchung durch die libanesische Armee fordert.
Internationale Reaktionen und Hintergrund
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Verteidigungsministerin Catherine Vautrin beschrieben den Vorfall als Hinterhalt und forderten die libanesische Regierung auf, die Verantwortlichen festzunehmen. Auch die Bundesregierung und UN-Generalsekretär António Guterres verurteilten den Angriff scharf und warnten vor Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht. Die UNIFIL-Mission überwacht seit 1978 die Grenze zwischen Israel und dem Libanon und hat in der Vergangenheit wiederholt Tote und Verletzte verzeichnet, darunter kürzlich drei indonesische Soldaten.
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