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International 19.04.2026, 07:00 Aktualisiert: 19.04.2026, 08:04

Verteidigungsministerium verliert Kontakt zu Veteranen auf Abrufliste

Das britische Verteidigungsministerium hat Kontaktdaten von etwa 95.000 Veteranen verloren.

Wichtige Fakten

  • Das britische Verteidigungsministerium hat Kontaktdaten von etwa 95.000 Veteranen verloren.
  • Die strategische Reserve soll im Krisenfall reaktiviert werden, doch die Datenpflege wurde vernachlässigt.
  • Die Regierung plant, die Altersgrenze für die Reaktivierung von 55 auf 65 Jahre anzuheben.
  • Experten kritisieren mangelnde Vorbereitung und unklare Finanzierung für die Reservekräfte.

Verwaltungsprobleme bei der strategischen Reserve

Das britische Verteidigungsministerium hat den Kontakt zu einem Großteil der etwa 95.000 Veteranen verloren, die im Falle einer nationalen Gefahr reaktiviert werden sollen. Laut George Robertson, einem ehemaligen Verteidigungsminister und NATO-Generalsekretär, fehlen aktuelle Kontaktdaten, insbesondere für Personen, die vor mehr als sechs Jahren aus dem Dienst ausgeschieden sind. Diese Vernachlässigung der Datenpflege reicht bis zum Ende des Kalten Krieges zurück.

Reformen und Kritik

Die im Juni 2023 veröffentlichte strategische Verteidigungsüberprüfung empfahl dringende Maßnahmen zur Reaktivierung der Reserve. Die Regierung plant im Rahmen eines Streitkräftegesetzes, die Altersgrenze für die Reaktivierung von 55 auf 65 Jahre anzuheben und den Einsatz auf "kriegsähnliche Operationen" auszuweiten. Kritiker wie das Royal United Services Institute bemängeln jedoch, dass unklar bleibt, wie reaktiviertes Personal finanziert, ausgerüstet und in bestehende Streitkräfte integriert werden soll.

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