Trump droht Iran mit 'Wirtschaftskrieg' – Eskalation ohne konkrete Pläne
Wichtige Fakten
- • Trump kündigt "Wirtschaftskrieg" gegen Iran an.
- • Keine Details zu Maßnahmen oder betroffenen Ländern.
- • Iran blockiert Straße von Hormus, Ölpreise steigen.
- • USA bombardierten Oman, berichtet Fox News.
- • UAE kappt Finanzbeziehungen zu Iran.
Trumps wirtschaftliche Kriegserklärung gegen Iran
US-Präsident Donald Trump hat eine deutliche Verschärfung des Konflikts mit Iran angekündigt. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er in Großbuchstaben, er starte die "vernichtendste Wirtschaftsoperation, die je gegen ein Land ausgeführt wurde". Er kündigte einen "Wirtschaftskrieg" und eine "Isolation in beispiellosem Ausmaß" an. Er drohte zudem jedem Land, das Iran finanziell oder wirtschaftlich unterstützt, mit "enormen wirtschaftlichen Konsequenzen". Korea jedoch China als wichtigster Ölabnehmer Irans zeigte sich bisher unbeeindruckt.
Hintergrund und Eskalation
Die Ankündigung folgt auf den Auslaufen der 60-tägigen Waffenruhe ohne Friedensperspektive. Der Iran-Krieg, den die USA und Israel begannen, dauert seit über sechs Monaten. Die De-facto-Blockade der Straße von Hormus durch den Iran hat die weltweiten Ölpreise steigen lassen und trifft auch die US-Wirtschaft. Trump steht innenpolitisch unter Druck: Hohe Lebenshaltungskosten und die Kritik am Krieg, auch aus den eigenen Reihen, schwächen seine Position. Zuvor wurden Berichte bekannt, wonach Trump in einem Telefonat mit Fox News gedroht haben soll, den Oman zu bombardieren, falls er sich den Verhandlungen mit Iran in den Weg stelle. Die Vereinigten Arabischen Emirate kündigten an, alle wirtschaftlichen und finanziellen Beziehungen zu Iran abzubrechen, nachdem nach eigenen Angaben zwei iranische Raketen auf den Schiffsverkehr abgefeuert worden waren.
Experten und Medien zeigen sich skeptisch, ob die Ankündigung einer Eskalation folgen wird. Trump wechselte seine Rhetorik in der Vergangenheit häufig, ohne konkrete Maßnahmen folgen zu lassen. Der Politikwissenschaftler Sascha Lohmann sprach von einer "Strategielosigkeit" der US-Politik im Nahen Osten, von der der Iran profitiere. Die iranische Führung reagierte abwehrend und bezeichnete die Ankündigungen als "psychologische Kriegsführung". Zudem steht Chinas höchster Handelsbeauftragter kurz vor einem Besuch in den USA, was weitere wirtschaftliche Sanktionen gegen chinesische Ölimporteure kompliziert machen würde.
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