Trump erwägt Ablösung von Geheimdienstchefin Gabbard nach Iran-Dissens
Wichtige Fakten
- • Präsident Trump erkundigte sich bei Kabinettsmitgliedern über eine Ablösung Gabbards.
- • Auslöser war Gabbards Zeugenaussage, die Trumps Kriegsbegründung gegen Iran untergrub.
- • Gabbard verteidigte einen Ex-Stellvertreter, der Iran keine unmittelbare Bedrohung nannte.
- • Trump gab Gabbard öffentlich ein gemischtes Vertrauensvotum ("Yeah, sure").
- • Gabbard folgte in ihrer Aussage ihrer langjährigen Kritik an Auslandseinsätzen.
Spannungen im Weißen Haus
Präsident Donald Trump hat in den letzten Wochen privat erkundet, ob er seine Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste, Tulsi Gabbard, ersetzen sollte. Auslöser ist Trumps Frustration über Gabbards Zeugenaussage vor dem Kongress, in der sie einen ehemaligen Stellvertreter verteidigte, der Trumps Kriegsbegründung gegen Iran untergrub. Der Stellvertreter hatte argumentiert, Iran stelle keine unmittelbare Bedrohung für die USA dar. Trump äußerte sich insbesondere verärgert darüber, dass Gabbard die Position der Regierung zum Iran-Krieg nicht entschieden genug verteidigte.
Gemischte Signale und interne Dynamiken
In einer öffentlichen Stellungnahme gab Trump Gabbard ein gemischtes Vertrauensvotum ("Yeah, sure") und räumte unterschiedliche Denkweisen ein. Ein Sprecher des Weißen Hauses verteidigte Gabbards Amtsführung. Intern wird jedoch diskutiert, ob ein Wechsel ansteht, wobei Berater vor einem vorschnellen Schritt ohne Nachfolger warnen. Gabbard, die in ihrer Rolle traditionell US-Geheimdienste überwacht, hat laut Quellen mit schwierigen Aufgaben und der Abgrenzung zu konkurrierenden Fraktionen zu kämpfen.
Hintergründe und weitere Konflikte
Gabbards Aussage entsprach ihrer langjährigen Kritik an US-Auslandseinsätzen und wurde vorab mit der CIA abgestimmt. Sie hat sich in anderen Momenten Trumps Gunst erworben, etwa durch einen Bericht, der russische Einmischung zugunsten Trumps 2016 bestritt. Allerdings hat sie sich weitere Vergehen zuschulden kommen lassen, darunter ein Video über Nuklearkriegsgräuel, das Trump als unnötig beängstigend kritisierte, und den Widerruf von Sicherheitsfreigaben ohne Abstimmung mit dem Weißen Haus.
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