Trump setzt 'Project Freedom' aus – Hoffnung auf Abkommen mit Iran
Wichtige Fakten
- • Trump pausiert Geleitschutz für Schiffe, um Abkommen mit Iran zu prüfen.
- • US-Blockade iranischer Häfen bleibt trotz Pause von 'Project Freedom' in Kraft.
- • Irans Außenminister Araghtschi in Peking: China als strategischer Partner.
- • UN-Sicherheitsrat berät über US-Resolution zur Strassenöffnung.
- • Ölpreis fällt um 1,7 % auf 108 $ pro Barrel.
Trump pausiert 'Project Freedom'
US-Präsident Donald Trump hat die gerade erst gestartete Militäroperation zur Begleitung von Schiffen durch die Straße von Hormus, das 'Project Freedom', zunächst ausgesetzt. Grund seien Fortschritte bei einem möglichen Abkommen mit dem Iran. Die freie Passage sei für kurze Zeit pausiert, die Seeblockade iranischer Häfen bleibe jedoch voll in Kraft, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Die Aussetzung erfolge auf Bitten Pakistans und weiterer Länder.
Reaktionen und Gefechte im Golf
Während Trump diplomatische Töne anschlägt, flammten am Montag erneut Gefechte auf: Die US Navy meldete Angriffe auf iranische Schnellboote, während der Iran seinerseits Raketenangriffe auf US-Schiffe gemeldet haben will. Die VAE und Südkorea meldeten zudem Schäden an Schiffen durch unbekannte Projektile oder Drohnen. Trotz der brüchigen Waffenruhe vom April bleibt die Region instabil – ein dauerhaftes Abkommen ist nicht in Sicht. Parallel sucht der Iran Unterstützung in China: Außenminister Araghtschi traf in Peking zu Gesprächen ein, kurz vor dem für nächste Woche erwarteten Besuch Trumps.
Internationale Reaktionen und Rohstoffmärkte
Die US-Wirtschaft spürt die Krise: Der nationale Benzinpreis kletterte über 4,50 Dollar pro Gallone – politisch brisant für Trumps Republikaner vor den Midterms. Derweil brachte Kerosin einen EU-risiko: Ein französischer Containerschiff-Fracht-Betreiber meldete Angriff auf Schiff in der Meerenge. Der Ölpreis gab unterdessen leicht nach, da Anleger die Aussetzung des US-Einsatzes als Chance für diplomatische Lösungen werten – auch wenn in Genf der Preis erneut Rekordstände erreicht.
US und Verbündete schalten UN ein
US-Außenminister Rubio drängt die UN auf Schritte: Ein Resolutionsentwurf im Sicherheitsrat droht dem Iran mit Sanktionen und verlangt die Freigabe der Wasserstraße. Analysten aber warnen – die ruhende Passage auf Dauer zu öffnen erfordere wohl stärkere und risikobehaftete Einsätze.
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