Marktreaktion auf Trumps Rede: DAX unter 23.000 Punkten, Ölpreise steigen sprunghaft
Wichtige Fakten
- • Ölpreis (Brent) stieg auf 107,85 Dollar (+7,6%) nach Trumps Rede.
- • DAX fiel unter 23.000 Punkte, beendete Erholung vom Vortag.
- • Asien-Börsen (Japan, Südkorea, China) verzeichneten deutliche Verluste.
- • Trump kündigte "extrem harte" Angriffe auf Iran in 2-3 Wochen an.
- • Goldpreis fiel wegen Aussicht auf Zinserhöhungen der Notenbanken.
Marktreaktion auf Trumps Rede
Die kurzzeitige Erholung an den Finanzmärkten wurde durch eine Rede von US-Präsident Donald Trump abrupt beendet. In seiner Ansprache an die Nation kündigte Trump "extrem harte" Angriffe gegen Iran an und sagte, die USA stünden "kurz vor der Vollendung" ihrer militärischen Ziele. Diese Aussagen dämpften die Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende und führten zu einer negativen Stimmung an den Börsen weltweit. Die Rede wurde von Beobachtern als "Best-of" bereits bekannter Argumente bewertet und enthielt wenig neue Informationen.
Auswirkungen auf Rohstoff- und Aktienmärkte
Die Ankündigungen ließen den Ölpreis deutlich steigen: Die Nordsee-Sorte Brent kostete zuletzt 107,85 Dollar, ein Plus von 7,6% gegenüber dem Vortag. Gleichzeitig fielen Aktienkurse in Asien, mit Verlusten in Japan, China und Südkorea. In Frankfurt fiel der DAX unter die Marke von 23.000 Punkten und beendete damit die vorherige Erholung. Analysten beschreiben die Stimmung als "hochnervös" vor dem langen Osterwochenende.
Unklare Kriegsziele und politischer Druck
Trump betonte, dass die USA ihre militärischen Ziele nahezu erreicht hätten und der Krieg in zwei bis drei Wochen beendet werden könne. Er wiederholte jedoch Drohungen, Iran "in die Steinzeit zurückzuversetzen" und forderte andere Länder auf, die Straße von Hormus selbst zu sichern. Kritiker warfen dem Präsidenten vor, keinen klaren Plan zu haben und einen Schlingerkurs zu verfolgen. Innenpolitisch steht Trump wegen gestiegener Öl- und Benzinpreise unter Druck, Umfragen zeigen nur geringe Unterstützung für den Krieg.
Langfristige Perspektiven und offene Fragen
Trotz der aktuellen Unsicherheiten steht der DAX ein Jahr nach Trumps Zollankündigungen immer noch etwa drei Prozent höher. Die unklaren Aussagen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus und zu konkreten Kriegszielen lassen jedoch weitere Marktschwankungen erwarten. Die Rating-Agentur S&P sieht bei Ölpreisen um 80 Dollar nur überschaubare Effekte auf europäische Staaten, aber höhere Gaspreise könnten negative Auswirkungen verstärken.
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