Trump-Zölle: Deutsche Firmen passen sich an US-Markt an
Wichtige Fakten
- • Exporte in die USA gingen 2025 um 9,4% zurück (Jan-Nov).
- • Über die Hälfte der deutschen Firmen geben Zölle an US-Kunden weiter.
- • Supreme Court erklärte Trumps Sonderzölle für unzulässig.
- • Neue EU-Handelsabkommen könnten Exporte um 4% steigern.
- • Unternehmen setzen auf 'local-for-local'-Strategien in den USA.
Zusammenfassung der Auswirkungen
Ein Jahr nach der Einführung von US-Zöllen unter Donald Trump haben sich deutsche Unternehmen überraschend gut an die neuen Bedingungen angepasst. Laut einer Umfrage der Deutschen Auslandshandelskammer AHK geben mehr als die Hälfte der 240 befragten Firmen die erhöhten Zölle direkt an ihre amerikanischen Kunden weiter, während knapp 40 Prozent die Kosten teilen. Die Exporte in die USA sind zwar von Januar bis November 2025 um 9,4 Prozent zurückgegangen, doch die Wettbewerbsfähigkeit leidet kaum, da deutsche Produkte oft als qualitativ hochwertiger gelten.
Strategien und Herausforderungen
Unternehmen wie Zeltwanger aus Tübingen setzen auf eine 'local-for-local'-Strategie, indem sie Anlagen in den USA produzieren und so Zölle umgehen. Andere, wie das Familienunternehmen ROWE aus Worms, kämpfen mit schrumpfenden Margen, da sie die Zölle nicht vollständig weitergeben können. Der Supreme Court hat Trumps Sonderzölle zwar für unzulässig erklärt, doch neue, vorübergehende Zölle und ständige Änderungen sorgen für Unsicherheit, besonders bei kleineren Mittelständlern.
Zukunftsperspektiven
Neue Handelsabkommen der EU mit Mercosur, Indien oder Australien könnten deutsche Exporte um etwa vier Prozent steigern und so negative Auswirkungen der Trump-Zölle überkompensieren. Trotz Herausforderungen wie Fachkräftemangel und Handelshemmnissen blicken viele Unternehmen optimistisch in die Zukunft und planen Wachstum am US-Markt.
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