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Wirtschaft 07.04.2026, 05:46 Aktualisiert: 07.04.2026, 08:02

Eskalation im Iran-Konflikt: Trump droht mit Zerstörung, UN warnt vor Kriegsverbrechen

US-Präsident Trump droht Iran mit Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke bis Mittwoch 2 Uhr deutscher Zeit

Wichtige Fakten

  • US-Präsident Trump droht Iran mit Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke bis Mittwoch 2 Uhr deutscher Zeit
  • Ölpreise steigen weiter: Brent-Rohöl bei 111,33 Dollar je Barrel, US-Öl bei 115,61 Dollar
  • UN-Generalsekretär Guterres warnt: Angriffe auf zivile Infrastruktur verstoßen gegen Völkerrecht
  • Wolfram-Preis erreicht Rekordhoch von 3.150 Dollar je Tonne - Anstieg um 50% seit Kriegsbeginn
  • Iran lehnt Waffenruhe ab und fordert dauerhafte Beendigung des Konflikts sowie Sanktionsaufhebung

Trump verschärft Ultimatum und droht mit Zerstörung

US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum gegenüber dem Iran verschärft und droht nun mit der vollständigen Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke im Land, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht bis Mittwoch 2 Uhr deutscher Zeit öffnen. Trump erklärte in einer Pressekonferenz, dieser Vorgang könne innerhalb von vier Stunden durchgeführt werden. Der UN-Generalsekretär António Guterres warnte daraufhin, dass Angriffe auf zivile Infrastruktur gegen das humanitäre Völkerrecht verstoßen würden.

Iran lehnt Waffenruhe ab und Märkte reagieren angespannt

Die iranische Führung hat einen Vorschlag für eine 45-tägige Waffenruhe abgelehnt und fordert stattdessen eine dauerhafte Beendigung des Konflikts sowie die Aufhebung von Sanktionen. Die Ölmärkte reagieren nervös auf die verschärfte Lage: Der Preis für Brent-Rohöl stieg auf 111,33 Dollar je Barrel, während US-Öl bei 115,61 Dollar notiert. Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt weiterhin vor höherer Inflation und langsamerem globalen Wachstum als Folge des Konflikts.

Rohstoffknappheit verschärft sich durch Kriegsfolgen

Der Iran-Krieg treibt nicht nur die Energiepreise, sondern auch die Kosten für strategische Rohstoffe in die Höhe. Der Preis für Wolfram, ein für Rüstung und Industrie unverzichtbares Metall, erreichte mit 3.150 Dollar je metrischer Tonne ein Rekordhoch – ein Anstieg von 50 Prozent seit Kriegsbeginn. China, das 79 Prozent der globalen Wolframproduktion kontrolliert, hat zudem seine Exporte um etwa 40 Prozent reduziert, was die Knappheit weiter verschärft.

Internationale Reaktionen und regionale Eskalation

Die israelische Armee warnte iranische Bürger davor, Züge zu benutzen, da dies ihr Leben gefährden würde. Saudi-Arabien meldete die Abwehr von sieben ballistischen Raketen und 18 Drohnen, die auf das östliche Königreich abgefeuert wurden. Der UN-Sicherheitsrat will noch am Dienstag über eine Resolution zum Schutz der Schifffahrt in der Straße von Hormus abstimmen, nachdem China eine Autorisierung von Gewaltanwendung blockiert hatte.

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