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International 06.07.2026, 09:47 Aktualisiert: 06.07.2026, 15:01

FIFA setzt Rot-Sperre für Balogun aus – Trump-Anruf sorgt für Empörung

FIFA setzt Baloguns Rot-Sperre für ein Jahr zur Bewährung aus.

Wichtige Fakten

  • FIFA setzt Baloguns Rot-Sperre für ein Jahr zur Bewährung aus.
  • Trump bat Infantino um Überprüfung der Roten Karte.
  • Belgien legt Berufung gegen die Entscheidung ein.
  • UEFA kritisiert Entscheidung als „beispiellos und unverständlich“.
  • Tuchel: Entscheidung schafft Unsicherheit über Regeln.

FIFA setzt Rotsperre für Balogun aus

Die FIFA hat die Rotsperre für US-Stürmer Folarin Balogun aufgehoben. Der 25-Jährige war im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina nach VAR-Einsatz des Feldes verwiesen worden. Die FIFA berief sich auf Artikel 27 ihres Disziplinarreglements, wonach Strafen ausgesetzt werden können. Baloguns Sperre wurde für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt, sodass er im Achtelfinale gegen Belgien spielen darf. Der belgische Verband legte Berufung ein und kritisierte die mangelnde Transparenz.

Trump-Anruf bestätigt

US-Präsident Donald Trump bestätigte, er habe FIFA-Chef Gianni Infantino angerufen, um eine Überprüfung zu erbitten. Trump erklärte, er halte die Rote Karte für nicht gerechtfertigt. Die Entscheidung der FIFA sei „richtig“. Medienberichten zufolge fand der Anruf bereits am vergangenen Donnerstag statt. Das Weiße Haus und die FIFA äußerten sich offiziell nicht.

Internationale Kritik

Die Entscheidung stieß international auf scharfe Ablehnung. UEFA sprach von einer „roten Linie“ und „beispiellosen, unverständlichen und unhaltbaren“ Entscheidung. DFB-Präsident Bernd Neuendorf forderte Aufklärung. Englands Trainer Thomas Tuchel warnte vor einem Präzedenzfall und dem Verlust der Regelklarheit. Belgiens Außenminister Prevot nannte den Eingriff „eklatanten Verstoß“ gegen die Sportregeln. Ex-FIFA-Chef Sepp Blatter schrieb: „Fußball darf niemals zum Spielplatz politischer Macht werden.“ Auch die EU-Sportkommissarin kritisierte die Einmischung. Der belgische Verband kündigte rechtliche Schritte an.

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