FIFA lenkt nach Chaos um Anstoßzeit ein: England gegen Mexiko bleibt um 1 Uhr
Wichtige Fakten
- • Spieltermin und -zeit bleiben wie geplant am 6. Juli um 01:00 MESZ.
- • FIFA wollte Spiel wegen Gewittern vorverlegen, Verbände protestierten.
- • Englische Schulkinder sollen Montag trotz spätem Spiel zur Schule.
- • Pubs in England dürfen aufgrund Spiels bis 5 Uhr morgens öffnen.
- • Englands Team wurde in Mexiko-Stadt von einheimischen Fans ausgebuht.
FIFA rudert zurück: Anstoßzeit bleibt wie geplant
Das Achtelfinale der englischen Nationalmannschaft gegen Mexiko bei der Weltmeisterschaft 2026 findet wie ursprünglich angesetzt am Sonntag um 18:00 Uhr Ortszeit (01:00 Uhr MESZ) im Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt statt. Die FIFA hatte erwogen, das Spiel wegen befürchteter schwerer Gewitter am Sonntagnachmittag um sechs Stunden vorzuverlegen. Nach massivem Widerstand des englischen und mexikanischen Verbandes lenkte der Weltverband jedoch ein und bestätigte die ursprüngliche Anstoßzeit.
Chaotische fünf Stunden und ein U-Turn
Die Entscheidung fiel nach stundenlangen Verhandlungen. Beide Verbände waren "verärgert" über die kurzfristige Planänderung, die Fanreisen, Vorbereitung der Teams und TV-Übertragungen belastet hätte. Trainer Javier Aguirre (Mexiko) sprach von einem "Tritt in den Magen". Englands Spieler zeigten sich gelassen. Zuvor war nach Medienberichten über 48 Stunden vor Anpfiff und schlechter Information durch die FIFA heftige Kritik laut geworden. Einem BBC-Reporter zufolge war die Entscheidung wechselhaft: Zuerst eine Meldung, dann Dementi, bis schließlich der Verbleib bei der alten Uhrzeit bestätigt wurde.
Stadion, Sicherheit und Stimmung
In Mexiko-Stadt wurde die englische Delegation zudem beim Einzug in das Teamhotel von einheimischen Fans ausgebuht, was die angespannte Stimmung zwischen den Teams verstärkt. Die Behörden haben die Sicherheit erhöht, auch mit Blick auf Ausschreitungen beim letzten Spiel Mexikos. In Deutschland und Großbritannien sorgt das späte Spiel für Debatten über Schlafenszeiten für Kinder – die britische Bildungsministerin besteht auf regulärem Schulbetrieb. Dennoch bieten viele Schulen verspätete Öffnungszeiten an. Pubs und Bars in England dürfen ausnahmsweise bis 5 Uhr morgens öffnen.
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