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Politik 12.06.2026, 04:00 Aktualisiert: 12.06.2026, 06:02

Trumps Luxusresort-Pläne bedrohen Schutzgebiet in Albanien

279 von 2.529 Arten im Delta sind bedroht.

Wichtige Fakten

  • 279 von 2.529 Arten im Delta sind bedroht.
  • Schweres Gerät zerstört Dünen und schafft neue Straßen.
  • Das Resort würde auf der Insel Sazan und im Vjosa-Narta-Schutzgebiet entstehen.
  • Keine Genehmigung oder Umweltverträglichkeitsprüfung liegt vor.
  • 96 zivilgesellschaftliche Organisationen fordern Aufhebung des geänderten Umweltschutzgesetzes.

Luxusresort-Pläne der Trump-Familie erregen in Albanien Proteste

Fast zwei Wochen lang wird Albanien von heftigen Protesten erschüttert. Auslöser ist der Bau eines Luxusresorts, das von Ivanka Trump und ihrem Ehemann Jared Kushner auf Sazan Island und im angrenzenden Vjosa-Narta-Schutzgebiet geplant wird. Das Gebiet ist ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel und beherbergt bedrohte Arten wie Fischotter und Unechte Karettschildkröten. Bisher liegt weder eine Baugenehmigung noch eine Umweltverträglichkeitsprüfung vor. Die Regierung bestreitet jedoch nicht das Vorhaben, das mitunter als ‚persönliche Herausforderung‘ Ivanka Trumps beschrieben wird.

Bagger zerstören Dünen – keine Genehmigung

Alle Schutzmechanismen scheinen zu versagen: Obwohl der Ministerrat Medien gegenüber die Bauarbeiten lediglich als technische Untersuchungen bezeichnet, zeigen Augenzeugenberichte Bagger und Zäune. Es werden neue Wege angelegt, Dünen und Lagunen werden zerstört, wie Aleksandër Trajçe von der größten Umweltschutzorganisation PPNEA gegenüber der Presse mitteilt. Das komplexe Ökosystem des Vjosa-Deltas, das sich vor allem aufgrund seines freien Flusses 2023 den Status eines europäischen Wildfluss-Nationalparks entwickeln durfte, wäre laut Experten aber enorm bedroht.

Naturschutz versus Profit

Obwohl lokale Gastronomie sowie ein ehemaliges Ölkraftwerk das Gebiet nicht mehr ursprünglich wirken lassen, kritisieren Expert:innen die Größenordnung der geplanten Eingriffe. Der regierende Premierminister Edi Rama stellt sich den Zielen der EU nicht entgegen, verweist auf den für Albanien wichtigen Tourismus und erklärt zu der Angelegenheit: keine Schlussfolgerung, solange nichts fertiggestellt sei. In einem Schreiben der EU-Kommission wiederum fordern diese Einhaltung von Auflagen.

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