Tucker Carlson bricht mit Trump: Entschuldigung und mögliche eigene Kandidatur
Wichtige Fakten
- • Tucker Carlson entschuldigte sich für seine Unterstützung Trumps 2024.
- • Der Bruch erfolgte wegen Trumps Krieg im Iran.
- • Carlson bezeichnete Trump als „wunderbaren Menschen“, nun als „peinigend“.
- • Experten sehen Carlson als Bewegungspolitiker, der MAGA neu ausrichten will.
- • Eine eigene Kandidatur für 2028 gilt als wahrscheinlicher.
Hintergrund des Zerwürfnisses
Der konservative Podcaster Tucker Carlson hat sich öffentlich für seine Unterstützung Donald Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl 2024 entschuldigt und bezeichnet seine damalige Haltung als „peinigend“. Er sagte, er werde „lange Zeit“ unter seiner Entscheidung leiden. Auslöser des Bruchs war Trumps Krieg gegen den Iran, den Carlson als Verrat an Trumps Versprechen sieht, US-amerikanische Auslandseinsätze zu beenden. Carlson kritisiert zudem den Einfluss des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu, den er als treibende Kraft hinter der Eskalation sieht.
Carlsons wechselhafte Haltung zu Trump
Die Beziehung zwischen Carlson und Trump war stets ambivalent. Bereits 1999 bezeichnete Carlson Trump als „widerlichste Person auf dem Planeten“, unterstützte ihn jedoch 2016 gegen Hillary Clinton. 2020 und 2021 äußerte er scharfe Kritik, um ihn 2024 erneut zu unterstützen. Erst der Iran-Krieg führte nun zum endgültigen Bruch. Experten sehen darin eine strategische Abgrenzung: Carlson wolle die MAGA-Bewegung von Trump lösen und als eigenständiger Führer positionieren. Jason Zengerle, Autor eines Buchs über Carlson, betont, dass dieser sich nicht mehr nur als Medienfigur, sondern als Anführer einer politischen Bewegung verstehe.
Ausblick auf eine mögliche Kandidatur
Spekulationen über eine eigene Präsidentschaftskandidatur Carlsons für 2028 erhalten neuen Auftrieb. Mit seiner öffentlichen Abkehr von Trump und der Betonung eines „wahren“ konservativen Erbes könnte Carlson versuchen, die Führung des rechten Lagers zu übernehmen. Zengerle hält eine Kandidatur für deutlich wahrscheinlicher als zuvor. Sollte Carlson diesen Schritt wagen, würde dies die republikanische Landschaft grundlegend verändern und die MAGA-Bewegung vor eine Zerreißprobe stellen.
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