Übernahme von Warner Brothers durch Paramount verzögert sich bis März
Wichtige Fakten
- • Prozess zur Warner-Paramount-Übernahme auf März 2026 verschoben.
- • Übernahmevolumen beträgt 111 Milliarden US-Dollar.
- • Zwölf US-Bundesstaaten klagen wegen Wettbewerbsbedenken.
- • Paramount muss wohl 1,3 Milliarden Dollar zusätzlich zahlen.
- • Abschluss sonst bis Juni 2027 oder 7 Milliarden Strafe fällig.
Übernahmedeal nach US-Klage verschoben
Die geplante milliardenschwere Übernahme von Warner Brothers durch Paramount Skydance verzögert sich erneut. Ein Gericht in Kalifornien hat nun den Verhandlungstermin für die Wettbewerbsklage von zwölf US-Bundesstaaten vorläufig auf März des kommenden Jahres festgelegt, wie die tagesschau berichtet. Ursprünglich wollte Paramount erreichen, dass bereits im November über die Klage gegen den Zusammenschluss der beiden großen Film- und Fernsehkonzerne entschieden wird.
Paramount drohen Mehrkosten und Vertragsstrafe
Der Aufschub dürfte für das Unternehmen um Konzernchef David Ellison erhebliche zusätzliche finanzielle Belastungen mit sich bringen. Sollte die Übernahme nicht bis Ende September über die Bühne gehen, sind pro Quartal zusätzliche Zahlungen von rund 650 Millionen Dollar an die Warner-Aktionäre zugesagt. Damit wird mindestens eine Summe von 1,3 Milliarden Dollar als Nachschlag fällig. Sollte der 4. Juni 2027 als endgültige Frist verstreichen, kann Warner Brothers den Deal sogar aufkündigen und eine Vertragsstrafe von sieben Milliarden Dollar verlangen, so die offiziellen Angaben.
Wettbewerbsbedenken gegen Medienkonglomerat
Die zwölf Bundesstaaten argumentieren, die Übernahme von Warner Brothers – inklusive Filmstudios, Streamingdiensten und Sendern wie CBS und CNN – würde den Konzern in vielen Bereichen zu marktbeherrschend machen. Dies begründe die Klage. Konzernchef Ellison weist dies zurück: Der Zusammenhang diene dazu, mit großer Konkurrenz wie Amazon oder Netflix mithalten zu können. Er wirft den US-Bundesstaaten politisch motivierte Einflussnahme vor. Die eigentlich zuständigen Wettbewerbsbehörden hätten den Zusammenschluss bereits genehmigt. Kritiker wiederum befürchten Arbeitsplatzverlust und eine weiter fortschreitende Konzentration von Medienmacht bei den Ellisons.
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