UK-Wirtschaft schrumpft im April leicht – Iran-Krieg belastet
Wichtige Fakten
- • BIP sank im April um 0,1% zum Vormonat.
- • Dienstleistungssektor fiel um 0,2%, besonders Kunst und Unterhaltung.
- • Schließung der Straße von Hormus ließ Ölpreise steigen.
- • Dreimonatsvergleich zeigt noch 0,7% Wachstum.
- • Bank of England lässt Zinsen wohl unverändert.
Wirtschaftsabschwung im April
Die britische Wirtschaft ist im April 2026 um 0,1% zum Vormonat geschrumpft, wie das Office for National Statistics (ONS) mitteilte. Der Rückgang war von Ökonomen erwartet worden, nachdem das BIP im März noch um 0,3% gestiegen war. Als Hauptgrund nannte das ONS die Auswirkungen des Iran-Kriegs, insbesondere die Schließung der Straße von Hormus, die zu einem Anstieg der Ölpreise und damit höheren Energiekosten für Unternehmen und Verbraucher führte.
Dienstleistungssektor besonders betroffen
Der dominierende Dienstleistungssektor verzeichnete einen Rückgang um 0,2%, wobei vor allem die Bereiche Kunst, Unterhaltung und Freizeit sowie Verwaltung betroffen waren. Auch einige Fertigungs-, Transport- und Reiseunternehmen litten unter den Folgen des Konflikts. Die Bauwirtschaft legte hingegen leicht um 0,1% zu, getrieben durch Reparatur- und Wartungsarbeiten. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich bis April wuchs die Wirtschaft noch um 0,7%.
Politische Reaktionen und Ausblick
Finanzministerin Rachel Reeves betonte, die Wirtschaft sei vor dem Krieg robust gewesen, und die ergriffenen Maßnahmen hätten sie besser gegen die Kosten des Konflikts gewappnet. Oppositionspolitiker kritisierten die Regierung hingegen scharf. Experten erwarten eine weitere Abkühlung der Konjunktur, da die höheren Energiepreise zunehmend auf Verbraucher und Unternehmen durchschlagen. Die Bank of England dürfte bei ihrer nächsten Sitzung die Leitzinsen vorerst unverändert lassen.
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