Ukraine-Konflikt: Ölpipeline-Streit und emotionale Heimkehr eines Soldaten
Wichtige Fakten
- • Selenskyj beschuldigt EU-Partner, Ukraine zur Reparatur der Druzhba-Pipeline zu erpressen.
- • Ungarn blockiert EU-Sanktionen und Kredite für Ukraine bis zur Wiedereröffnung der Pipeline.
- • Ein totgeglaubter ukrainischer Soldat kehrte nach drei Jahren aus russischer Gefangenschaft zurück.
- • Die USA lockerten Sanktionen gegen russisches Öl, was Selenskyj kritisiert.
- • Ukraine bietet Drohnen-Expertise als 'ukrainisches Öl' an und sucht Joint Ventures.
Diplomatischer Konflikt um Ölpipeline
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft europäischen Partnern vor, sein Land zu erpressen, um die Druzhba-Ölpipeline für russisches Öl nach Ungarn und in die Slowakei wieder zu öffnen. Die Pipeline wurde im Januar durch russische Luftangriffe beschädigt und ist noch nicht repariert. Ungarn, das von russischer Energie abhängt, blockiert weitere EU-Sanktionen gegen Moskau und einen 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine, bis die Pipeline wieder in Betrieb ist. Selenskyj argumentiert, die Wiederaufnahme des Transits wäre gleichbedeutend mit einer Lockerung der Sanktionen gegen Russland, die die EU anderswo aufrechterhält.
Emotionale Heimkehr eines Soldaten
Parallel zu den diplomatischen Spannungen zeigt die emotionale Geschichte von Nazar Daletskyi die humanitären Tragödien des Krieges. Der ukrainische Soldat wurde 2023 für tot erklärt und beerdigt, nachdem eine DNA-Analyse seine angeblichen Überreste identifiziert hatte. Fast drei Jahre später kehrte er lebendig aus russischer Gefangenschaft im Rahmen eines Gefangenenaustauschs zurück. Seine Mutter Nataliia hatte in der Zwischenzeit wöchentlich sein Grab besucht und eine posthume Auszeichnung erhalten. Die Wiedervereinigung per Telefonat ging viral und unterstreicht die Unsicherheit und das Leid vieler ukrainischer Familien.
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