Putin bei abgespeckter Siegesparade: ‚Sieg war immer unser‘
Wichtige Fakten
- • Trotz Waffenruhe auch nordkoreanische Einheiten auf Rotem Platz.
- • Keine Panzer oder Raketen aus Sorge vor ukrainischen Drohnen.
- • Einzig slowakischer Premier Fico aus der EU zu Gast.
- • 12.000 Soldaten marschierten, halb so viel wie 2025.
- • USA vermittelten dreitägige Waffenruhe bis 11. Mai.
Putin nutzt Siegesparade für Durchhalteparolen
Trotz einer von US-Präsident Donald Trump vermittelten dreitägigen Waffenruhe hielt Kremlchef Wladimir Putin am 9. Mai die traditionelle Siegesparade auf dem Roten Platz ab. In seiner Rede bezeichnete er den Krieg gegen die Ukraine als „gerechte Sache“ und brandmarkte Kiew als „aggressive Kraft“, die von der NATO unterstützt werde. „Der Sieg war immer und wird immer unser sein“, so Putin. Der Rede, die an die sowjetischen Opfer des Zweiten Weltkriegs erinnerte, saßen hauptsächlich Soldaten des Ukraine-Kriegs sowie eine Handvoll ausländischer Gäste bei, darunter Belarusslands Machthaber Alexander Lukaschenko und die Präsidenten von Kasachstan und Usbekistan.
Parade ohne schweres Gerät – Nordkoreanische Soldaten marschieren mit
Aus Sorge vor ukrainischen Drohnenangriffen wurden in diesem Jahr erstmals seit Jahren keine Panzer, Raketen oder andere schwere Militärtechnik auf dem Roten Platz vorgeführt. Stattdessen liefen Soldaten aller Waffengattungen – und erstmals auch nordkoreanische Einheiten, die die enge Partnerschaft beider Länder signalisierten. Ein Video auf Großbildschirmen zeigte Drohnen und Atomwaffen als Ersatz für die fehlende Hardware. Die Parade dauerte nur 45 Minuten und war auf rund 12.000 Soldaten reduziert worden, während im Vorjahr noch doppelt so viele teilnahmen.
Waffenruhe brüchig – Russland wirft Ukraine Verstoß vor
Die von Trump vermittelte und am 9. Mai um 0.00 Uhr Ortszeit in Kraft getretene Waffenruhe bröckelt bereits am ersten Tag. Russlands Verteidigungsministerium wirft Kiew einen Bruch der Vereinbarung vor, ohne Einzelheiten zu nennen. Die Ukraine äußerte sich zunächst nicht. Trumps Vorstoß war auf die Zustimmung beider Seiten gestoßen; Selenskyj hatte primär wegen eines geplanten Gefangenenaustauschs von je 1.000 Personen zugestimmt. Die Hoffnung auf ein Ende des Krieges bleibt jedoch gering: Die Front bewegt sich kaum, und beide Seiten zeigen kaum Kompromissbereitschaft.
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