Erneute Eskalation im Gazastreifen: Schwere Luftangriffe fordern zahlreiche Opfer
- • Israel führte erneut schwere Luftangriffe im Gazastreifen durch.
- • Nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörden starben bei den Angriffen mindestens 32 Menschen.
- • Ziele waren laut israelischer Armee Hamas-Kommandeure und Infrastrukturen.
"Die Wiedereröffnung des Grenzübergangs Rafah könnte ein wichtiger Schritt in Richtung eines stabileren Friedensprozesses sein, allerdings belasten die jüngsten Angriffe die Aussicht auf eine anhaltende Waffenruhe."
Massiver Gefängnisausbruch in Syrien: SDF zieht sich zurück und Eskalation droht
- • Mehr als 100 Gefangene sind aus einem IS-Gefängnis in Schaddadi, Syrien, entkommen.
- • Die syrische Übergangsregierung berichtet von 120 entkommenen Häftlingen, während die SDF von 1.500 spricht.
- • 81 der entflohenen Häftlinge wurden wieder gefasst.
"Die Lage in Syrien bleibt angespannt. Die angekündigte neue Waffenruhe zwischen der syrischen Regierung und den kurdisch geführten SDF soll vier Tage gelten. Die Situation in von Kurden kontrollierten Gebieten, insbesondere mit Blick auf die Verwaltung und Kontrolle durch die syrische Übergangsregierung, bleibt unsicher. Die internationale Gemeinschaft ist besorgt über die Möglichkeit der Rückkehr des Chaos in die Region."
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Trump lädt Deutschland in neuen „Friedensrat“ ein – Kreml prüft Putin-Angebot, Streit um Grönland und Nobelpreis eskaliert
- • Die US-Regierung hat Deutschland die Mitgliedschaft in Präsident Trumps neu geschaffenem „Friedensrat“ angeboten; Regierungssprecher Steffen Kornelius dankte für das Angebot, betonte aber, für die Bundesregierung blieben die Vereinten Nationen das entscheidende internationale Gremium.
- • Laut Kreml wurde auch Wladimir Putin eingeladen; Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, Russland wolle vor einer Antwort „alle Nuancen“ mit Washington klären. Eine Bestätigung aus Washington liegt dazu weiterhin nicht vor.
- • Putins Sondergesandter Kirill Dmitriew soll beim Weltwirtschaftsforum in Davos diese Woche Mitglieder der US-Delegation treffen; ob dabei der „Friedensrat“ Thema ist, bleibt unklar.
"Mit der offiziellen Einladung an Deutschland und weiteren öffentlich bestätigten Zusagen/Einladungen gewinnt das Projekt politisches Gewicht, zugleich wächst der Konflikt mit etablierten multilateralen Strukturen (UN) und innerhalb Europas. Offene Punkte bleiben die rechtliche/finanzielle Konstruktion (1-Mrd.-Dollar-Regel, Empfänger/Verwendung) sowie die tatsächliche Handlungsfähigkeit des Gremiums angesichts der fragilen Gaza-Waffenruhe. Zudem dürfte Trumps Grönland- und Zollkonflikt die transatlantischen Spannungen weiter verschärfen."
Syrische Übergangsregierung meldet Waffenruhe mit SDF – Rückzug hinter den Euphrat und Übergabe von Öl- und Gasfeldern vereinbart
- • Die syrische Übergangsregierung unter Präsident Ahmed al-Scharaa teilte am 18.01.2026 mit, nach tagelangen Kämpfen eine Waffenruhe mit den kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) vereinbart zu haben.
- • Nach Angaben des syrischen Präsidialamts soll sich die SDF im Rahmen der Vereinbarung auf Gebiete östlich des Euphrat zurückziehen.
- • Die Regierung in Damaskus beansprucht laut Präsidialamt die vollständige militärische und administrative Kontrolle über die bislang kurdisch verwalteten Provinzen Rakka und Deir al-Sor (Deir Ezzor).
"Ob die Waffenruhe hält, hängt wesentlich davon ab, ob die SDF die angekündigten Rückzüge und Übergaben tatsächlich umsetzt und wie die praktische Eingliederung ihrer Kräfte in staatliche Strukturen ausgestaltet wird. Offene Punkte sollen bei einem angekündigten Treffen al-Scharaas mit SDF-Chef Mazloum Abdi geklärt werden; zugleich bleibt das Risiko lokaler Gefechte hoch, solange die Kontrolle über Ressourcen, Grenzübergänge und Verwaltung in Rakka und Deir al-Sor neu geordnet wird."
Trumps Gaza-„Friedensrat“: Neue Gremienstruktur, kaum israelische Beteiligung und wachsende Kritik wegen Türkei/Katar
- • Donald Trump ist Vorsitzender des neu geschaffenen internationalen Gaza-„Friedensrates“ („Board of Peace“).
- • Zum engen Kreis gehören laut Berichten US-Außenminister Marco Rubio, Jared Kushner und Trumps Sondergesandter Steve Witkoff; außerdem der ehemalige britische Premier Tony Blair.
- • Trump soll Regierungschefs aus rund 60 Ländern eingeladen haben; laut Berichten gehören dazu u. a. Türkei, Katar, Ägypten sowie Deutschland, Großbritannien und Frankreich.
"Die Debatte dürfte sich zuspitzen: Einerseits treibt Washington die Nachkriegsarchitektur mit mehreren Gremien voran, andererseits wächst in Israel – auch innerhalb der Koalition – der Druck auf Netanjahu, den US-Plan wegen Türkei/Katar und der Zweistaaten- bzw. Übergangslösung offensiver zurückzuweisen. Zusätzlich könnte die geringe israelische und fehlende palästinensische Repräsentation in den Spitzenboards die internationale Akzeptanz und praktische Umsetzbarkeit des Projekts belasten; zugleich bleibt Phase zwei der Waffenruhe wegen der geforderten Entwaffnung der Hamas und anhaltender Gewalt fragil."
USA benennen Mitglieder des Gaza-„Friedensrats“ – Israel kritisiert Einladungen, UN warnt vor dramatischer Lage
- • Die US-Regierung hat Phase zwei ihres 20-Punkte-Plans für Gaza gestartet; vorgesehen sind unter anderem Wiederaufbau und eine Übergangsverwaltung. Im Gazastreifen gilt laut tagesschau seit dem 10. Oktober 2025 eine Waffenruhe, die als brüchig gilt.
- • US-Präsident Donald Trump hat sieben Gründungsmitglieder des „Friedensrats“/„Board of Peace“ (founding executive board) ernannt: Jared Kushner, Außenminister Marco Rubio, Sondergesandter Steve Witkoff, Weltbankpräsident Ajay Banga, Apollo-CEO Marc Rowan, Sicherheitsberater Robert Gabriel und Ex-Premier Tony Blair; Trump will den Vorsitz übernehmen.
- • Der Friedensrat soll laut Weißem Haus neben dem Wiederaufbau auch Investitionen/Kapital sowie regionale Beziehungen vorantreiben; ein Treffen ist nächste Woche am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos geplant.
"Entscheidend bleibt, ob die brüchige Waffenruhe hält und ob es einen realistischen Mechanismus für Demilitarisierung/Entwaffnung der Hamas gibt – beides gilt laut BBC als größter Prüfstein. Politisch drohen zusätzliche Reibungen: Israels öffentliche Einwände gegen Einladungen sowie die Kritik an fehlender palästinensischer Repräsentation könnten die Legitimität und Arbeitsfähigkeit der neuen US-Strukturen belasten. Kurzfristig dürfte das Davos-Treffen als erster Belastungstest für Rollenverteilung, Mandate und Finanzierung dienen."